Verkehrswacht bietet Tagesseminare

Pedelecs: Die unterschätzte Gefahr

Nach der bundesweiten Statistik haben die Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes zugenommen. Dieses Bild entstand bei einem Sicherheitstraining.
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Nach der bundesweiten Statistik haben die Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes zugenommen. Dieses Bild entstand bei einem Sicherheitstraining.

Pedelecs oder E-Bikes sind für viele eine geradezu wunderbare Erfindung: Je mehr man in die Pedale tritt, desto mehr unterstützt der Elektromotor. Bergauf,... bei Gegenwind,... Das ist allerdings auch nicht ganz ungefährlich.

Syke – Denn wer vergisst, dass er eben nicht auf einem ganz normalen Tretfahrrad sitzt, findet sich schnell als Beteiligter eines Unfalls wieder. Deshalb bietet der Landkreis Diepholz zusammen mit der Verkehrswacht über den Sommer verteilt mehrere Tagesseminare an. Jeweils einen im Juli, August und September, und alle drei jeweils in Syke und in Diepholz.

Pedelecs sind schneller als viele es im laufenden Verkehr vermuten

Wolfgang Rehling, der Geschäftsführer der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz, bezeichnet sich selbst als Riesenfreund von Pedelecs. „Ich hab mir gerade erst selber ein neues zugelegt.“ Er sagt aber auch: „Pedelecs sind tückisch.“

Weil sie oft unterschätzt werden. In vielerlei Hinsicht: Was die Geschwindigkeit betrifft, etwa. Rehling: „Ein Autofahrer will links abbiegen und ihm kommt eine Frau mit zwei Einkaufstaschen am Fahrradlenker entgegen. Er denkt: Das schaff ich noch und fährt los. Er schafft es aber nicht, weil die Frau viel schneller ist, als er geglaubt hat. Und es kommt zum Zusammenstoß.“

E-Bikes werden häufig unterschätzt. Sowohl von anderen Verkehrsteilnehmern als auch von den Fahrern selbst. Nicht selten sind dann schwere Unfälle die Folge.

Oder die Fahrer selbst schätzen falsch ein, wie sich ihre E-Bikes in bestimmten Situationen verhalten: „Wenn man gewohnt ist, mit dem Fuß auf der Pedale abzusteigen und die in dem Moment aber noch nicht ganz unten ist, dann setzt sofort der Motor ein, wenn man eigentlich anhalten will“, beschreibt Rehling. „Oder beim Aufsteigen. In beiden Fällen schießt das Pedelec dann los, und das führt immer wieder zu Unfällen. Es gab deswegen auch schon tödliche.“

Dauerhaft im höchsten Gang fahren schadet dem Rad

Die Tagesseminare von Landkreis und Verkehrswacht sind für jeden geeignet. „Ohne Altersbeschränkung und egal, ob man selber ein Pedelec hat oder noch nie eins gefahren ist“, sagt Wolfgang Rehling. „Für die, die kein eigenes haben, bringen wir ein paar mit.“

Zum Ablauf: „Wir fangen an mit einem kurzen Theorie-Bereich. Da geht es um unterschiedliche Motorenarten, welchen Unterschied es macht, ob der Akku oben oder unten ist und ein bisschen Verkehrsrecht. Dann gehen wir aufs Fahrrad.“

Wolfgang Rehling, Geschäftsführer Verkehrswacht Grafschaft Diepholz

Es gibt einen Parcours mit verschiedenen Übungen. Welche genau, richtet sich immer nach den Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmer. Grundsätzlich, sagt Rehling, geht es um das Bewusstmachen von möglichen Fehlern. Auch von technischen. „Zum Beispiel benutzen viele die Gangschaltung kaum noch, weil der Motor einen verleitet, immer schön im höchsten Gang zu bleiben. Dann sind aber nach einem Jahr die Kette und das Zahnrad hinüber.“

Die Termine in Syke sind: 7. Juli, 8. August und 1. September, jeweils von 16 bis etwa 20 Uhr. Anmeldungen nimmt der Landkreis Diepholz ab sofort entgegen. Den Treffpunkt gibt der Kreis den Teilnehmern nach der Anmeldung bekannt.

Anmeldung

Eva Wätje 04242 / 9764760 Marco Niemann 04242 / 9764403

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