Ortsrat diskutiert Tempo 30 in Okel

Altes Thema neu entdeckt

Okel - Von Michael Walter. Tempo 30 in Okel – damit beschäftigt sich der Ortsrat auf seiner nächsten Sitzung am Montag um 19 Uhr im Schützen- und Reiterhof.

„Eigentlich ein ganz altes Thema“, meint Ortsbürgermeister Jürgen Schmock dazu. 1995 hatte sich der Ortsrat schon einmal damit beschäftigt. „Das ist ewig her“, sagt Schmock. „Damals hatte der Ortsrat Tempo 30 mehrheitlich abgelehnt.“ Begründung: Vor 20 Jahren waren mit Tempo-30-Zonen in der Regel noch bauliche Veränerungen im Straßenraum verbunden. Aufpflasterungen in Form von Buckeln und oder Fahrbahnverengungen. Der Ortsrat hatte die Befürchtung, dass das zu Problemen für den landwirtschaftlichen Verkehr führen könnte.

Jetzt ist das Thema wieder akut: Aus den Wohngebieten in der Nachbarschaft des Golfplatzes und der Sportanlagen liegen dem Ortsrat Anträge auf die Einführung von Tempo-30-Zonen vor. Und weil die heute normalerweise ohne Buckel und flaschenhalsartige Engpässe eingerichtet werden, sieht der Ortsrat auch keine grundsätzlichen Probleme mehr.

Der Plan ist, eine Tempo-30-Zone entlang der Schulstraße im Bereich Piepsche einzurichten und eine zweite im Kreuzungsbereich Kuhlenstraße / Zum Busch. „In beiden Fällen hat die Stadtverwaltung signalisiert, dass das durchaus möglich wäre“, sagt Schmock.

Beliebter Schleichweg

Richtung Barrien

Auch der Ortsbürgermeister ist mittlerweile für das Tempolimit. Und das nicht nur, weil er selbst im Bereich Kuhlenstraße / Zum Busch wohnt. „Es gibt tatsächlich recht viel Durchgangsverkehr hier“, sagt er. Das hätten auch Zählungen im vorigen Jahr bestätigt. „Die Straße Zum Busch ist recht beliebt als Schleichweg nach Barrien. Auch der Golfplatz zieht verhältnismäßig viel Verkehr an. Hier wohnen etliche Familien, und die Eltern haben einfach Sorge um ihre Kinder.“ Denn Schock hat selbst beobachtet: Einige Autofahrer zeigen dort einen „sehr selbstbewussten“ Fahrstil.

Schmock will keine zu hohen Erwartungen schüren und weiß, dass ein paar 30-Schilder keine Wunder wirken können. Er erhofft sich aber „zumindest einen psychologischen Effekt.“

Rubriklistenbild: © dpa

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