Serie Syker Ortsbürgermeister

Jochen Harries mag an Wachendorf das parteiunabhängige Arbeiten

Schwein gehabt: Jochen Harries ist Ortsbürgermeister in Wachendorf.
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Schwein gehabt: Jochen Harries ist Ortsbürgermeister in Wachendorf.

„Es ist doch eine gute Sache, wenn man sich für seinen Ort einsetzen kann“, beschreibt Jochen Harries seine Motivation, sich in der Kommunalpolitik zu betätigen. Das macht er im Wachendorfer Ortsrat seit fünfzehn Jahren. In den letzten zehn Jahren in herausgehobener Funktion als Ortsbürgermeister.

Wachendorf – Im November bestätigte ihn das neu gewählte Gremium in dieser Funktion. „Interesse an Politik hatte ich schon immer. In Wachendorf gefiel mir, dass der Ortsrat parteiunabhängig arbeitete. Politisch Interessierte aus dem Ort hatten sich in einer Wählergemeinschaft zusammengeschlossen“, beschreibt er seinen Start.

Harries managt hauptberuflich einen großen Hof samt Biogasanlage

Mittlerweile gehört dem fünfköpfigen Gremium auch ein Mitglied der Grünen an. Den Sitz im Ortsrat übernahm er 2006 nach entsprechendem Wählervotum vom Vater. Er sieht sich auch als Ortsbürgermeister als Teamplayer: „Ohne gegenseitige Unterstützung sowie den Rückhalt in der Familie, wäre die Aufgabe nicht zu schaffen.“ Immerhin managt er hauptberuflich als Landwirt noch einen größeren Hof mit eigener Biogasanlage.

Auf der Positiv-Seite seiner bisherigen politischen Arbeit verbucht er die Bürgerumfrage zusammen mit der Stadtverwaltung. „Wir wollten wissen: Was kommt durch den demografischen Wandel auf uns zu? Wo müssen wir Schwerpunkte unserer künftigen Arbeit im Ortsrat setzen?“, erklärt er.

Als ein Ergebnis dieser Umfrage hätte der Ortsrat gerne ein „Bürgerauto“ im Syker Süden installiert, um auch Einwohnern ohne eigenes Auto die Teilhabe am Gemeinschaftsleben zu ermöglichen. „Die Mehrheit im Stadtrat sah damals dafür leider keine Notwendigkeit“, bedauert er. Mit dem durch ein externes Planungsbüro vorbereiteten Mobilitätskonzept für die gesamte Stadt sieht er eine Chance, die Mobilität in den kleineren Ortschaften zu verbessern.

Gute Erinnerung an Wachendorfs Reaktion auf Eintreffen der Flüchtlingsfamilien

Positiv wertet er die Aufnahme von Flüchtlingen. „Als nach 2015 erste Flüchtlingsfamilien nach Wachendorf kamen, hatten wir schnell eine Unterstützergruppe zusammen“, erinnert er sich.

Auch die Dorfentwicklung mit Erhalt und möglicherweise Verbesserung der Infrastruktur ist ihm ein wichtiges Anliegen. Eine moderate Entwicklung müsse den Ortschaften zugestanden werden, damit sie für alle Altersgruppen attraktiv bleiben. Eine Rolle spielen für ihn dabei auch die Resthöfe im planerischen Außenbereich. Dort sollten Konzepte entwickelt werden, mit denen da wieder Leben einkehrt oder sie sollten zurückgebaut und dafür an anderer Stelle im Dorf Wohnen ermöglicht werden.

Eine Herausforderung stellt für Harries auch das Vereinsleben dar. Auch wenn er Wachendorf aktuell noch „recht gut aufgestellt“ sieht, bereiten ihm der Stillstand durch Corona und der Generationenwechsel gewisse Sorgen. Ohne aktives Vereinsleben ist für ihn dörfliches Leben schwerlich vorstellbar. Er sieht den Ortsrat gefordert, durch Netzwerkarbeit zu unterstützen.

Er selbst ist im Ort bestens vernetzt. Als Führungskraft gehört er der Freiwilligen Feuerwehr Wachendorf an. Da er in der Regel vor Ort ist, ist es für ihn selbstverständlich, bei Einsätzen dabei zu sein. Im Betreiberverein für das DGH arbeitet er im Vorstand mit. Im Verein Bürgerenergie Syke ist er Aufsichtsratmitglied. Im örtlichen Bürgerverein und im Schützenverein ist er Mitglied. Seit November 2016 gehört Jochen Harries auch dem Rat der Stadt Syke an. Mittlerweile als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft, Beigeordneter im Verwaltungsausschuss und Vorsitzender des Bauausschusses.

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