Engagiert und gradlinig 

Ortsbürgermeister und Awo-Chef: Peter Cohrsen ist tot

Peter Cohrsen 2015 mit seiner Frau Helga.

Barrien - Peter Cohrsen lebt nicht mehr. Der Barrier, der unter anderem Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Barrier Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Schützenvereins war, starb am 12. Januar an den Folgen eines schweren Sturzes. Er wurde 73 Jahre alt. Cohrsen hinterlässt seine Ehefrau Helga.

Mit dem Tod von Peter Cohrsen hat Syke eine außergewöhnlich engagierte Persönlichkeit verloren, die über Jahrzehnte viele Projekte vorangetrieben und das Leben im Ort mitgestaltet hat. 29 Jahre lang – von 1989 bis 2018 – war er Vorsitzender des Awo-Kreisverbands Diepholz und seit 2008 Mitglied im Awo-Bezirkspräsidium. Für sein ehrenamtliches Engagement in der Lokalpolitik und in der Awo erhielt er im Jahr 2015 das Bundesverdienstkreuz.

Weggefährten des Verstorbenen haben das Wirken und die Persönlichkeit von Cohrsen gewürdigt. Bürgermeisterin Suse Laue bezeichnete ihn als engagiertes und gradliniges Ratsmitglied, das stark im Ehrenamt verwurzelt war und leidenschaftlich in der Sache sein konnte. „Er war ein Mann, der immer offen für Neues war und mit Humor, Lebenserfahrung und Zugewandtheit jedem Einzelnen gegenüber unsere Begegnungen immer bereicherte“, so Laue.

Cohrsen kümmerte sich um finanzielle Unterstützung des Awo-Kreisverbands. Sein Name ist untrennbar mit dem Sozialkaufhaus und dem Möbellager in Barrien verbunden, mit deren Gründung er „Menschen mit geringem Einkommen eine Möglichkeit bescherte, sich mit Alltagsdingen zu niedrigen Preisen versorgen zu können“, schreibt Awo-Geschäftsführerin Luzia Moldenhauer, „Er war eine der Personen, die früh den Begriff der Nachhaltigkeit ernst nahmen und ihn in den sozialen Bereich übertrugen.“

Maßgeblich bestimmte Cohrsen auch die Entwicklung des Schützenvereins Barrien mit. Von 1990 bis 2010 war er dessen Vorsitzender.

Auch in der Kommunalpolitik hinterließ er sichtbare Spuren. Für die SPD war er nicht nur von 2003 bis 2016 im Stadtrat, sondern auch, mehrere Jahrzehnte zuvor, ein Initiator des „Syker Kieker“, der SPD-Hauspostille, und der Ferienkiste. Von 2011 bis 2016 bekleidete er das Amt des Barrier Ortsbürgermeisters. Sein Nachfolger Manfred Nienaber würdigte ihn als hilfsbereite Persönlichkeit. „Er war eine Erscheinung.“

Heinfried Schumacher, langjähriger Weggefährte Cohrsens, erinnert sich an den Verstorbenen als einen zuverlässigen Mitstreiter, der zu seinem Wort gestanden habe. „Peter war Sozialdemokrat durch und durch. Er war ein aktiver, diskussionsfreudiger und sehr kommunikativer Mensch.“

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