Hilferuf der Kuddelmuddler

Organisatoren des großen Wachendorfer Trödelmarktes brauchen Unterstützung

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So mancher Kindertraum wird auf dem Kuddelmuddel-Markt Wirklichkeit. 

Die Sparschweine geplündert, das Taschengeld hervorgekramt: Am Sonntag ist Kuddelmuddel-Markt in Wachendorf! Für tausende Besucher bedeutet das: Flanieren an bunten, vielfältig bestückten Ständen und so manche Begegnung mit alten Gegenständen, die vergessen geglaubte Erinnerungen wecken.

Wachendorf - Die Planer der mittlerweile 23. Ausgabe des Marktes sind mitten in der heißen Phase. „Seit vier Wochen bin ich dicht“, sagt Marktmeister Hans-Hermann Lindhorst vom Bürgerverein Wachendorf mit einem verschmitzten Lächeln. So schnell wie in diesem Jahr war der Platz noch nie ausgebucht. „150 Stände – mehr geht nicht“, erklärt er. „Und selbst dafür muss gut geschoben werden.“

Sogar einige langjährige Stammgäste unter den Anbietern musste Lindhorst diesmal vertrösten – weil sie sich zu spät angemeldet hatten. Viele Neue haben sich in diesem Jahr in die Schar der Verkäufer gemischt. Wie immer gilt: Verkauft wird keine Neuware – und bestimmte Artikel wie beispielsweise Waffen dürfen ebenfalls nicht angeboten werden. Erneut bietet sich eine bunt gemischte Produktpalette von Nippes bis zu Porzellan, von Spielzeug bis alten Möbeln, von Büchern bis LPs – außerdem Hobby- und Kunsthandwerk.

Nachdem es auf dem Markt vor einem Jahr bei hochsommerlichen Temperaturen mehrere medizinische Notfälle gegeben hatte, haben die Organisatoren reagiert: Zum ersten Mal ist das Deutsche Rote Kreuz mit einem Sanitätsdienst vor Ort.

Darüber hinaus gibt es viel Bewährtes. Der Aufbau beginnt um 8 Uhr. Das Frühstücksbüfett der Wachendorferinnen ab 9 Uhr ist für viele Besucher quasi der Weckruf. Anschließend gibt es auf dem Marktgelände rund ums DGH Bier, Bratwurst und Backwaren, Eis und eine Hüpfburg. Jacqueline Poschek und Michaela Köhler sorgen für die Betreuung der Kinder, und am Nachmittag gibt's wieder eine grandiose Auswahl an Kuchen und Torten.

Also alles wie immer. Oder? Nicht ganz, betont Manfred Rinas. Der Vorsitzende des Bürgervereins stößt gemeinsam mit seinen Mitstreitern allmählich an die organisatorischen Grenzen dessen, was noch alleine zu wuppen ist. Erst recht, weil das Orga-Team kurzfristig mehrere Ausfälle zu beklagen hatte.

Rinas formuliert ein paar „lose Gedanken“, die sich mit der Zukunft des im Landkreis einzigartigen Marktes beschäftigen. „Wir müssen mal darüber nachdenken, uns vielleicht mal größer aufzustellen“, sagt er. Die Kuddelmuddler hoffen für die Zukunft auf organisatorische Unterstützung – vielleicht von anderen Vereinen aus Wachendorf oder aus der Umgebung.

Dass sich der Einsatz lohnen könnte, steht dabei außer Frage. Der Kuddelmuddel-Markt ist die größte Einnahmequelle des Bürgervereins. In diesem Jahr machte er unter anderem eine Sondertilgung des Kredits fürs DGH in Höhe von 10 000 Euro möglich.

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