Am Donnerstag 17 Schilder in der Syker Ortschaft enthüllt

Okel komplett eine 30er-Zone

Sykes Bürgermeisterin Suse Laue und Okels Ortsbürgermeister Jürgen Schmock enthüllen im Bereich Okeler Straße/Schulstraße ein 30er-Schild. - Foto: Heinfried Husmann

Okel - Von Detlef Voges. Okels Ortsbürgermeister Jürgen Schmock hatte am Donnerstag doppelten Grund zur Freude. Erstens schien die Sonne. Zweitens hatte ihm die Stadt einen seiner Herzenswünsche erfüllt und Okel durchgehend zur 30 km/h-Zone erklärt.

Damit ist die mit 14,12 Quadratkilometern drittgrößte Ortschaft im Nordosten der Hachestadt der erste Ortsteil Sykes mit einer kompletten 30er-Regelung.

Ausgenommen davon sind lediglich die Landes- und Kreisstraßen. Aber auch dort plant der Gesetzgeber Änderungen. Beispielsweise sollen auch vor Kindertagesstätten und Seniorenresidenzen 30er-Zonen möglich sein.

Und damit das auch jeder Autofahrer glaubt, enthüllten gestern Sykes Bürgermeisterin Suse Laue und Ortsbürgermeister Schmock am alten Spritzenhaus (Okeler Straße/Schulstraße) eines der 17 neuen 30er-Schilder.

Die Schilder beeinflussen die Straßenverkehrsordnung nicht nur in Bezug auf die erlaubte Geschwindigkeit. Mit der durchgehenden 30er-Regelung gilt auch generell rechts vor links. Ausnahme bleiben Landes- und Kreisstraßen.

Schmock weiß, dass Schilder allein nicht alle Autofahrer automatisch zum Langsamerfahren anregen. Er hege aber die Hoffnung, so der Ortsbürgermeister, dass sie möglichst viele Autofahrer veranlassten, sensibler durch den Ort zu fahren.

„Auch durch rechts vor links müssen die Autofahrer jetzt langsamer fahren“, ist Sykes Bürgermeisterin überzeugt. Wobei Ordnungsamtsleiter Horst Meyer noch anfügte, dass die Vorfahrtsregelung von rechts auch für Radfahrer gelte.

Das Thema „30er Zone“ treibt die Okeler schon seit 1995 um. Damals war nur der Bereich Schulstraße, Piepsche und Sportplatz vorgesehen. Der Ortsrat lehnte ab.

Die Einführung war damals nur mit Einbauten in Form von Fahrbahnverengungen möglich. Die hätten aber den landwirtschaftlichen Verkehr beeinträchtigt, so Schmock. Die in den 90er Jahren noch weitläufige Bebauung hätte zudem eine durchengehende 30er-Zone nicht zugelassen. Die Zeiten haben sich geändert, die verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen auch. Okel ist inzwischen dichter bebaut. Geblieben sind die Raser auf den Straßen.

Die Anlieger beschwerten sich beim Ortsrat. Der wurde tätig und beschloss am 15. Juni 2015 die durchgehende Einführung der 30er-Zone in Okel. Der Stadtrat folgte und stellte die Mittel zur Verfügung.

Am Donnerstag konnte Okel seine Premiere feiern.

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