Jugendliche bringen Gelände des Freibads auf Vordermann

„Ohne die jungen Leute hätten wir echt ein Problem“

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Schüler der Erlenschule helfen dabei, den Außenbereich des Syker Freibads bereit für die Saison zu machen. 

Syke - Von Frank Jaursch. Schon der große Sandhaufen vor dem Eingangsbereich des Syker Freibads deutet es an: Hier wird heute gearbeitet. Mehrere Kubikmeter von dem Strandsand gilt es auf dem Gelände zu verteilen, zudem wird der gesamte Bereich nach seiner Winterruhe auf Vordermann gebracht. Und diesem Job übernehmen – in diesem Jahr schon zum siebten Mal – die Jugendlichen der Erlenschule. Mit großem Einsatz und ganz viel Spaß.

„Das ist doch schön“, erzählt Vanessa. „Hier rauskommen, den Schultag mal vergessen und einfach mal arbeiten.“ Die 18-Jährige ist gemeinsam mit Fabian, Sascha, Florian und Christopher dabei, dem Beachvolleyballfeld zu neuem Glanz zu verhelfen. Sorfältig jäten sie Unkraut, holen die Grassoden am Spielfeldrand aus dem Boden und transportieren dann ihre Beute ab.

„Voll? Die ist doch noch nicht voll!“ Gerd Fuhrmann blickt auf die Schubkarre, mit der sich Sascha auf den Weg macht. „Da passt doch noch was rein“, fügt der Werkpädagoge hinzu und nickt dem 18-Jährigen aufmunternd zu. Der nickt ergeben – und schuftet weiter.

Die 18 Jugendlichen aus den Abschluss-Stufen der Klassen 10, 11 und 12 sind allesamt freiwillig hier. Um mal rauszukommen aus dem Schulalltag, um eine gute Sache zu unterstützen. Und, so wird im Gespräch mit den Mädchen und Jungen deutlich, auch wegen des leckeren Kuchens, den die Mitglieder des Freibad-Fördervereins in jedem Jahr mitbringen.

Besuch der Schüler als Tradition

„Den backen wir gern“, lacht Sylke Bischoff, die Vorsitzende des Vereins „Unser Freibad“. Sie ist mit einigen Mitgliedern ebenfalls bei der zweitägigen Aktion dabei – mit Fugenkratzer und Harke, mit Besen und Gartenhandschuhen. Und mit Kuchen.

Längst ist der Besuch der Erlenschüler in der Saisonvorbereitung zu einer Tradition geworden. „Ohne die jungen Leute hier hätten wir echt ein Problem“, weiß Bischoff. Denn was die emsigen Helfer an zwei Tagen schaffen, müssten sonst die Vereinsmitglieder übernehmen. „Und wir werden ja auch nicht jünger.“

Laut Gerd Fuhrmann ist die Win-Win-Kooperation zwischen der Einrichtung der Lebenshilfe und dem Förderverein „eine großartige Sache für uns“. Längst ist die Möglichkeit, dem Schulalltag für zwei Tage zu entfliehen, für die Jugendlichen zu einer gern genutzten Abwechslung geworden. „Schauen Sie sich um“, sagt Fuhrmann, „da werden Sie keinen mit schlechter Laune sehen.“

Das Freibad ist also auf bestem Weg in Richtung Saisoneröffnung. Neben dem Kinderbecken wartet der neue Matschtisch-Bereich auf Anschluss: Bauhof-Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen die Wasserpumpe montieren.

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