Theater-AG steigt in letzte Probenphase für Kriminal-Komödie ein

Ohne Apfel spricht sich's besser

Die Theater-AG der Grundschule Heiligenfelde beginnt nächste Woche mit den Hauptproben für ihr neues Stück. - Foto: Jantje Ehlers

Heiligenfelde - Von Michael Walter. „Tote schmieren keine Brote“ – das reimt sich nicht nur, so heißt auch das Stück, das die Kinder der Theater-AG der Astrid-Lindgren-Grundschule in Heiligenfelde gerade einstudieren. Gestern war die letzte Probe im Rahmen der AG-Stunden. Nächste Woche beginnen die Hauptproben im DGH. Die Aufführung ist am 10. Juni.

Insgesamt 14 Kinder spielen bei dieser Krimi-Komödie unter der Regie von Kirsten Meier-Ebert mit. Und die hat alle Hände voll zu tun. Wie ein Dirigent steht sie vor der kleinen Bühne im Forum der Schule. Ganzkörperlich und mit weit ausladenden Gesten gibt sie den Kindern wortlos Hilfestellung: Für das richtige Timing ihrer Einsätze, für die passende Betonung ihrer Dialoge und für den angemessenen Körpereinsatz, mit dem sie agieren sollen.

„Das müsst ihr nochmal spielen“, unterbricht sie die laufende Szene. Ein Darsteller hat seinen Einsatz verpasst. „Du hättest schon längst hier sein müssen“, ruft Meier-Ebert ihm zu. Und den anderen: „Leute, ihr müsst echt mitlesen!“

Drei Seiten Ablaufplan hat die AG-Leiterin geschrieben. Szene für Szene: Wer spielt da mit? Welche Requisiten werden benötigt? Was ist besonders wichtig? Zum Beispiel muss Anne am Ende der ersten Szene unbedingt die Schultasche auf der Bühne stehen lassen.

Die Handlung: Die Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule wollen den Bewohnern eines benachbarten Altenheims einen schönen Nachmittag bereiten, mit Kaffee und Kuchen und einstudierten Darbietungen. Alle Lehrer und Eltern haben dafür etwas gespendet. Nur einer nicht: Der geizige Hausmeister. Als seine Frau das erfährt, beschließt sie, ihn zu einer „Zwangsspende“ zu verdonnern. Und um dafür ein Druckmittel in der Hand zu haben, lässt sie die belegten Brötchen verschwinden, die für den Verkauf in der großen Pause vorgesehen waren.

In der Pause sind dann aber nicht nur die Brötchen weg, sondern auch die Frau des Hausmeisters. Und die Kinder sind sich sicher: Er hat sie um die Ecke gebracht. Schließlich haben sie verdächtige Gespräche belauscht.

Können Kommissar Pustemal und sein trotteliger Assistent Günni diesen Fall mit Hilfe der Kinderdetektive lösen? Und welche Rolle spielen der Direktor und die Lehrerin Frau Reibeis darin? Antworten liefert die Aufführung am Freitag, 10. Juni, um 18 Uhr im DGH.

Bis dahin ist es für die Darsteller noch ein weiter Weg. Dass die Texte noch holpern, ist dabei nicht so dramatisch. Dass die Schüler so sehr nuscheln, dagegen schon. „Möglichst LAUT! Und möglichst DEUTLICH“, weist Meier Ebert sie an. „Und nicht zu schnell sprechen!“ Dann stutzt sie: „Sag mal, was hast DU denn da im Mund?“ Antwort: „'n Apfel?“ Stimme aus dem Hintergrund: „Das ist doch witzig, wenn er da auf der Bühne auf was rumkaut!“ Meier-Ebert: „Nein, darauf steht die Todesstrafe! So, bitte: Nächste Szene.“

Im DGH werden die Kinder mit Headsets sprechen. Das ist die Lehre, die Kirsten Meier-Ebert für sich aus der Aufführung vom letzten Jahr gezogen hat. Bei Shakespeares „Sommernachtstraum“ war im Dorfgemeinschaftshaus ab der zweiten Reihe im Prinzip nichts mehr zu verstehen. Den Kindern hatte das die Arbeit eines ganzen Schuljahrs torpediert. Und das möchte sie diesmal vermeiden.

Meier-Ebert ist übrigens aufgestiegen: In den beiden vergangenen Jahren hatte sie die AG ehrenamtlich geleitet. Seit diesem Schuljahr ist sie pädagogische Mitarbeiterin.

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