Einmal Rohbau und zurück

Offizieller Auftakt zur Modernisierung und Erweiterung des Syker Hallenbads

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich (und Sandwurf) beginnt offiziell die Bauphase für die Hallenbad-Sanierung in Syke. Von links: Andreas Schmidt (FWG), Jutta Filikowski (Grüne), Hannelore Diekel (Ortsrat Steimke), Bürgermeisterin Suse Laue und Wilken Hartje (CDU). Im Hintergrund: Christian Bär und Olav Rothauscher vom Ingenieurbüro „Janßen Bär Partner“ aus Bad Zwischenahn.
+
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich (und Sandwurf) beginnt offiziell die Bauphase für die Hallenbad-Sanierung in Syke. Von links: Andreas Schmidt (FWG), Jutta Filikowski (Grüne), Hannelore Diekel (Ortsrat Steimke), Bürgermeisterin Suse Laue und Wilken Hartje (CDU). Im Hintergrund: Christian Bär und Olav Rothauscher vom Ingenieurbüro „Janßen Bär Partner“ aus Bad Zwischenahn.

Die umfassende Sanierung und Erweiterung des Hallenbads in Syke ist eines der größten Projekte der Stadt in den vergangenen Jahren - mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro. Am Mittwoch war der symbolische erste Spatenstich.

Syke – Die Baumaschinen sind schon eine ganze Weile am Syker Hallenbad zu Gange. Seit Mittwoch läuft die Sanierung auch offiziell: Stadtverwaltung, Politik und Planer hatten zum symbolischen ersten Spatenstich eingeladen und damit den Auftakt zu einem der umfangreichsten Bauvorhaben gegeben, das die Stadt in ihrer jüngeren Geschichte angeschoben hat.

Um die zehn Millionen Euro dürfte die Modernisierung am Ende kosten. „Wann hat Syke denn zuletzt zehn Millionen Euro in die Hand genommen? Das war, als wir die Stromnetze gekauft haben“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. „Aber das war auch keine Baumaßnahme.“

Streng genommen ist der erste Bauabschnitt schon längst erledigt. Genauso streng genommen gehört der aber auch nur eher am Rand dazu. Da ging es vor allem darum, für das Personal die vorgeschriebenen Sozialräume zu schaffen, die das Syker Hallenbad nie gehabt hat. Sonst hätte die Stadt die Betriebsgenehmigung verloren.

Was jetzt offiziell begonnen hat, ist das, wofür Worte wie Sanierung oder Modernisierung eigentlich viel zu kurz greifen. Christian Bär vom beauftragten Ingenieurbüro „Janßen Bär Partner“ aus Bad Zwischenahn hat das vor dem Rat der Stadt Syke einmal viel treffender ausgedrückt mit „einmal Rohbau und zurück“ – eine Formulierung, die er jetzt beim Spatenstich wiederholte.

„Das ganze Bad wird einmal entkernt und erneuert. Mit Ausnahme der bereits sanierten Fassaden“, erklärt Bär. „Dazu kommt eine Erweiterung um ein Therapiebecken mit einem variablen Hubboden. Das wird ein klassischer Stahlbetonbau mit einer energetisch hoch effizienten Vorhang-Fassade.“

Im Altbestand bleibt eigentlich nur das Haupt-Schwimmbecken in seiner gewohnten Form erhalten. Und wenn’s geht, auch die Fliesen. „Sofern sie die Bauphase überstehen und sich nicht ablösen“, sagt Mario Kruse vom Bauamt.

Der zuletzt wegen Baufälligkeit seit Jahren gesperrte Sprungturm wird saniert. Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen und die gesamte Bädertechnik werden komplett neu gemacht.

Wenn man heute in derselben Qualität ein neues Bad bauen wollte, würde das mit Sicherheit erheblich teurer werden. 

Mario Kruse, Bauamt

Das Bad auf diese Weise zu sanieren statt es abzureißen und ein neues zu bauen, sei vom Rat einstimmig so entschieden worden, betont Suse Laue. Mario Kruse erklärt, warum: „Das, was wir hier haben, kriegen wir für dieses Geld nicht wieder. Wenn man heute in derselben Qualität ein neues Bad bauen wollte, würde das mit Sicherheit erheblich teurer werden als die zehn Millionen, die wir für die Sanierung brauchen.“

Mit dem Erweiterungsbau ergeben sich nebenbei noch völlig neue Möglichkeiten: Der Anbau für das neue Becken wird einen Außenbereich bekommen. „Dann kann man schon draußen in der Sonne liegen, wenn das Wetter es zulässt, aber das Freibad noch nicht auf ist“, sagt die Bürgermeisterin.

Automaten statt Cafeteria: Gastronomiebereich verschwindet

Gedanklich Abschied nehmen müssen die Syker allerdings von einer jahrzehntelangen Tradition: Die beliebte Portion Pommes nach dem Schwimmen wird es nicht mehr geben. Denn mit der Sanierung verschwindet auch der bisherige Gastronomiebereich. Statt einer Cafeteria wird es nur noch Automaten für Kaffee, Snacks und kalte Getränke geben. „Das hat verschiedene Gründe“, sagt Suse Laue. Mario Kruse erklärt den wichtigsten: „Die Anforderungen an eine Gastronomieküche sind heute sehr viel strenger. Das wäre sehr schwierig geworden.“

Von Michael Walter

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Ortsfeuerwehr-Mitglieder verzichten auf Vorschlagsrecht

Ortsfeuerwehr-Mitglieder verzichten auf Vorschlagsrecht

Ortsfeuerwehr-Mitglieder verzichten auf Vorschlagsrecht
Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse

Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse

Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse
FDP wählt Andreas Hinderks aus Weyhe zum Bundestagskandidaten

FDP wählt Andreas Hinderks aus Weyhe zum Bundestagskandidaten

FDP wählt Andreas Hinderks aus Weyhe zum Bundestagskandidaten
Behälter des Bassumers Horst-Dieter Jobst sollen Tod im Altkleidercontainer verhindern

Behälter des Bassumers Horst-Dieter Jobst sollen Tod im Altkleidercontainer verhindern

Behälter des Bassumers Horst-Dieter Jobst sollen Tod im Altkleidercontainer verhindern

Kommentare