Kein Beschluss zu Biker-Park und Baugebiet / Externes Gutachten für die Feuerwehr

Offene Fragen im Rat

Ein externer Sachverständiger soll den Bedarfsplan der Feuerwehr überprüfen. Wie auch immer der aussieht: Eine neue Drehleiter dürfte da ganz oben stehen, denn die fehlt der Syker Feuerwehr im Moment. Archivbild: Michael Walter
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Ein externer Sachverständiger soll den Bedarfsplan der Feuerwehr überprüfen. Wie auch immer der aussieht: Eine neue Drehleiter dürfte da ganz oben stehen, denn die fehlt der Syker Feuerwehr im Moment. Archivbild: Michael Walter

Syke – Zwei abgesetzte Themen zum Preis von einem bot am Donnerstagabend die Tagesordnung für den Rat der Stadt: Sowohl den Satzungsbeschluss für das Baugebiet Westlich Kieler Straße als auch den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, der am Ende einen Biker-Park für den Free Ride Club Friedeholz ermöglichen soll, musste der Rat auf die nächste Sitzung vertagen.

Beim Baugebiet Westlich Kieler Straße kam das nicht unerwartet (wir berichteten). Ratsvorsitzender Karsten Bödeker berichtete: Die entscheidende Sondergenehmigung für eine Baustellenzufahrt von der Sudweyher Straße aus sei zwar tatsächlich noch rechtzeitig von der Landesstraßenbaubehörde in Nienburg erteilt worden. Allerdings zeitlich so eng befristet, „dass da nicht mal drei Lastwagen passieren könnten“. Eine Erschließung des Baugebiets sei innerhalb dieser Frist nicht möglich. Die Stadtverwaltung soll deshalb jetzt nachverhandeln.

Beim Thema Biker-Park sieht der Rat noch weiteren Gesprächsbedarf. „Auch im Interesse des Vereins“, betonte Bödeker. Dabei gehe es unter anderem um Haftungsfragen, die im Entwurf für den Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Verein missverständlich formuliert seien. Allerdings gebe es auch bereits Beschwerden von zwei Nachbarn des betreffenden Grundstücks.

Die grundsätzliche Stimmung im Rat zum Biker-Park: CDU/FDP eher skeptisch, FWG und SPD zurückhaltend wohlwollend und die Grünen uneingeschränkt dafür.

Einstimmigkeit herrschte beim Thema Feuerwehrbedarfsplan: Die Stadtverwaltung erhielt den Arbeitsauftrag, einen externen Gutachter zu beauftragen. Bürgermeisterin Suse Laue unterstrich: Das Feuerwehrkommando habe immer sehr gewissenhaft und sorgfältig an der Bedarfsplanung gearbeitet. „Es muss trotzdem mal ein Externer draufschauen: Sind wir richtig ausgestattet? Haben wir die richtigen Fahrzeuge? Sind Alarm- und Einsatzpläne in Ordnung? Die Umlandgemeinden haben das schon gemacht.“ In Stuhr sei dabei ein enormer Investitionsbedarf herausgekommen. „Trotzdem war das richtig.“

Mehrheitlich genehmigte der Rat den Verkauf von zwei Grundstücken im Baugebiet Moorheide. „Da war ursprünglich mal ein Regenrückhaltebecken geplant“, erklärte Bauamtsleiter Hein Sievers. „Trotzdem hat das seine Richtigkeit.“ Suse Laue ergänzte: Vor dem Verkauf habe es ein Bewerbungsverfahren gegeben. „Wir möchten es Syker Familien ermöglichen, in Syke zu bauen.“

Die Grünen waren dagegen. „Das Gelände wäre für bezahlbaren Wohnraum geeignet gewesen“, meinte Gerd Thiel und sprach von einer vertanen Chance. „Wir können nur etwas gestalten, wenn wir Geld in der Kasse haben“, rechtfertigte Wilken Hartje (CDU) die Grundstücksverkäufe.

Ähnliche Argumentation bei einem weiteren Grundstücksverkauf an der Südstraße: Diesmal enthielten sich die Grünen.

Von Michael Walter

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