Ökumenisches Bündnis lädt zum gemeinsamen Weg von Flensburg nach Paris ein – und macht am 3. Oktober auch in Barrien Station

Pilgern für Klimagerechtigkeit? Geht doch!

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Freuen sich auf viele Pilger am 3. und 4. Oktober (hinten v.l.): Gisela Schwarz, Suse Laue, Klaus Glade, (vorn v.l.) Susanne Heinemeyer, Anita Glade und Katja Hedel.

Von Frank Jaursch. Am 30. November beginnt in Paris eine für das Klima der Welt wegweisende Zusammenkunft: In Paris beraten die Mitglieder der Vereinten Nationen auf der Weltklimakonferenz über Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas, wie wir es kennen.

Ein Bündnis aus Landeskirchen, Diözesen und anderen Verbänden will für dieses Treffen ein Zeichen setzen: Es hat den „ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ ins Leben gerufen. Dieser Pilgerweg führt auf traditionellen Pilgerwegen von Flensburg nach Paris – und macht auch in Barrien Station.

Der Weg führt die Teilnehmer am 3. und 4. Oktober durch das Gebiet der Kirchengemeinde: Am 3. Oktober starten die Pilger um 9.30 Uhr am Bremer Dom und legen im Verlauf des Tages auf ihrer Strecke durch Arsten und Dreye nach Barrien rund 23 Kilometer zurück.

„Wir wurden von den Hauptorganisatoren gefragt, ob wir uns beteiligen“, berichtet Susanne Heinemeyer, Pastorin in der Barrier Kirchengemeinde. Schnell bildete sich ein Team, das den Rahmen für die ankommenden Pilger vorbereitet. Ein gemeinsames Abendessen und die Unterkünfte für die Nacht gilt es zu organisieren. „Wir haben zehn Gastgeber in der Gemeinde“, sagt Heinemeyer. Über weitere Freiwillige, die ein Bett für die Teilnehmer bereitstellen, würde sie sich freuen (Tel. 04242/80385).

Der folgende Sonntagmorgen, 4. Oktober, beginnt für die Pilger und alle Helfer um 10 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst auf dem Hof von Anita und Klaus Glade in Leerßen (Lürsweg 5). Pastorin Katja Hedel wird den Gottesdienst halten und den Pilgern damit einen geistlichen Impuls mit auf den Weg geben: Im Anschluss daran gibt es eine kräftigende Suppe, dann geht es auf das nächste Teilstück der insgesamt fast 1500 Kilometer langen Strecke – in Richtung Harpstedt, Streckenlänge: etwa 17 Kilometer.

Die Aktion trägte den Titel „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“. Geplant ist dabei die Übergabe von Forderungen an die Teilnehmer der Konferenz in Paris: ein verbindliches, faires Klimaabkommen, mehr finanzielle Mittel für Klimaschutz und ehrgeizige, dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen

Für Heinemeyer war es keine Frage, sich an dem Projekt Aktion zu beteiligen. „Da kommt viel Gutes zusammen.“ Der Kirchengemeinde liege eine verantwortungsvoller Umgang mit der Schöpfung am Herzen.

Auch die Stadt Syke ist gerne mit ins Boot gekommen: Bürgermeisterin Suse Laue wird beim Abendessen dabei sein und darlegen, welche Klima-Anpassungs-Strategien in Syke bereits laufen. Auch auf den Etappen wird mehrfach Halt gemacht – um sich positive Beispiele anzusehen oder um „Schmerzpunkte“ zu begutachten.

30 angemeldete Teilnehmer pilgern am 3. Oktober in Richtung Barrien, 27 Personen haben sich für die Etappe tags darauf in Richtung Harpstedt angemeldet. Wer Lust hat, eine Strecke mitzugehen, ist willkommen.

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