Ocean’s 3 als würdige Vertreter für den großen Meister

Hommage an Udo Jürgens

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Profi mit Erkältung: Frank Fiedler, Sänger von Ocean’s 3, bei seinem Auftritt im Syker Ratssaal.

Syke - Von Angelika Kratz. Noch einmal tief durchatmen und Kraft schöpfen für Weihnachtsmelodien und die besinnliche Zeit: Das durften weit über 100 Gäste im Syker Ratssaal. Eingeladen hatten die Senioren50plus zu Udo Jürgens. Der konnte wegen seiner Abordnung ins Himmelreich natürlich nicht persönlich dabei sein, aber der große Meister des deutschen Chansons fand mit dem Trio Ocean’s 3 würdige Vertreter.

„Aber bitte mit Sahne“ sollte im späteren musikalischen Programmteil durchaus eine Bitte sein, aber auf den nett eingedeckten Tischen mit Rosen lockte der Pfirsichkuchen eher dezent auf Sahnequark zum Schlemmen.

Ins Gespräch kamen die Frauen und auch die erfreulich vielen Männer an den bunt gemischten Tischen. Flackerndes Licht verkündete das Ende des kulinarischen Teils im Programm, denn Frank Fiedler (Gesang, Moderation), Dominik Kroll (Piano) und Mathias Klenke (Kontrabass) gehörten nun die Bühne und alle Aufmerksamkeit.

Bereits zum dritten Male waren Ocean’s 3 aus Bremen zu Gast in Syke und wurden wie alte Bekannte begrüßt. „Die sind richtig gut“, gab es schon einen Vorabseufzer voller Vorfreude auf die kommenden gut zwei Stunden. Mitgebracht hatte das Trio nicht nur die bekannten Ohrwürmer, sondern auch dessen eher unbekannte Songs als Hommage an einen außergewöhnlichen Künstler.

Auf die Frage „Wer kannte den?“ gingen bei „Ich bin nur einfach ich“ gerade einmal drei Arme in die Höhe. Aber bei „Jenny, oh Jenny“ aus dem Jahre 1959 und „17 Jahr, blondes Haar“ sang das weibliche Publikum bereits überaus textsicher mit. Fiedler zeigte sich trotz heftiger Erkältung als Entertainer, bei dem Profi hielt auch die Stimme wie ein Drei-Wetter-Taft im Wind. Sturmfest zeigte sich auch Kontrabassist Mathias Klenke, den es ebenso erwischt hatte.

„Singt doch mal deutsch“, wünschte sich vor Jahren Frank Fiedlers Oma – sie wurde somit Patin des Udo-Jürgens-Programms. Dass der große Meister durchaus die englische Sprache beherrschte, wurde mit Harry Belafontes „Matilda“ belegt.

Viel Wissen um die Entstehung von Texten, die nicht unbedingt aus der Feder von Udo Jürgens stammten, gab es in der lockeren Moderation von Frank Fiedler so ganz nebenbei. „Ich weiß, was ich will“ war bestes Seelenfutter, und so flog der ganze Ratssaal schließlich über den Wolken und dankte mit Tom und Jerry für die Blumen.

„C'est la vie“ kam Gilbert Bécaud als Reiseleiter nach Paris dazu, ehe alle Träume im „ehrenwerten Haus“ eher unsanft endeten. Mit Tango und Reggae sang ein zunehmend größer werdender Chor gegen Schietwetter an und landete stimmgewaltig beim griechischen Wein in einer kleinen Kneipe.

Zum Rentnerthema passte bestens der Jubelruf „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, und natürlich durfte auch der großen Wunschtraum „Ich war noch niemals in New York“ nicht fehlen.

„Wir wollen ‘Merci Cherie’ hören“, forderte eine stimmgewaltige Frauenecke als Zugabe. Nachdem zunächst Ocean’s 3 einen kleinen Abstecher in ihr neuestes Programm machten, wurde auch dieser Wunsch erfüllt.

„Kommt bitte wieder nach Syke“, hoffte nicht nur Organisatorin Gerda Fritz nach einer rundum gelungenen Veranstaltung.

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