„Ocean‘s 3“ sorgen für einen vergnüglichen Nachmittag mit Sinatra & Co.

Harmonie im Rathaus

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Für Dominik Kroll (v.l.), Frank Fiedler und Mathias Klenke war der Nachmittags-Auftritt im Syker Ratssaal eine ungewöhnliche Herausforderung.

Syke - Von Frank Jaursch. Harmonische Klänge im Ratssaal? „Das ist ja mal was ganz Neues“, schmunzelte einer der Zuhörer, als die drei Künstler von „Ocean‘s 3“ eine wohlverdiente Pause einlegten. Auf Einladung der Senioren 50Plus spielte das Bremer Trio im Rathaus einen Nachmittag lang Swing- und Pop-Klassiker. Dabei bewiesen Frank Fiedler (Gesang), Dominik Kroll (Piano) und Mathias Klenke (Kontrabass), dass sie ihr Handwerk durchaus verstehen.

Schwungvolle Stücke oder schmachtende Balladen, Tango, Mambo oder Cha-Cha, italienisches Temperament oder amerikanische Coolness: Den rund 70 Zuhörern wurde nach dem schon traditionellen gemeinsamen Kaffeetrinken einiges geboten.

Die Musik von Elvis Presley und von Frank Sinatra bildete so etwas wie das Rückgrat der Show. Aber in den rund zwei Dutzend Stücken war reichlich Platz, um ein wenig links und rechts dieses Weges zu gehen: Songs von Bobby Darin, Nat King Cole oder, natürlich, Dean Martin – wie Sinatra ein Mitglied des legendären „Rat Packs“ – passten in den thematischen Rahmen des Tages.

Gesanglich stieß Sänger Frank Fiedler das eine oder andere Mal an seine Grenzen – ab und an ging ihm bei langen Tönen wie in „New York, New York“ schlicht die Luft aus. Aber das Gesamtpaket machte das mehr als wett: Die beiden Instrumentalisten überzeugten als echte Könner ihres Fachs, und auch die Interaktion mit dem Publikum „stimmte“ – vor allem ein Verdienst von Fiedler.

Der war unermüdlich bemüht, den Kontakt zu den Besuchern herzustellen. Mehrmals war er auch während der Lieder zwischen den Tischen unterwegs, nahm Kommentare von Zuhörern auf und überbrückte die Stücke mit launigen Anekdoten und Geschichten. Das kam an beim bunt gemischten, gut gelaunten Publikum. Schunkeln (bei „That‘s Amore“) oder Mitsingen (bei „Volare“) – alles kein Problem.

Für „Ocean‘s 3“ war der nachmittägliche Auftritt durchaus eine Herausforderung. Schließlich ist es nicht der Normalfall, dass die Zuschauer so zu sehen sind, man sich gewissermaßen auf Augenhöhe begegnet. „Abends, wenn der Lichtfokus auf der Bühne liegt, ist es schon leichter“, erklärte Fiedler.

Doch die drei Bremer machten einen guten Job und erhielten ausgiebigen Applaus. „Erstaunlich, was die mit drei Mann hier an Stimmung auf die Bühne bringen“, zeigte sich ein Besucher beeindruckt. Das Trio hielt sein gutes Tempo aufrecht – auch wenn der bei „Fever“ geäußerte Wunsch nach einem Eis für die Künstler unerfüllt blieb.

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