Nummern auf den Ruhebänken ermöglichen künftig im Notfall schnelle Hilfe

Die Syker Bank-Leit-Zahlen

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Bank Nummer 119! Das kleine Schildchen auf der Seniorenbank soll im Notfall Rettungskräften die schnelle Lokalisierung ermöglichen. Über die Umsetzung der Idee des Bankkatasters freuen sich Lisa Dannemann (r.), Wilfried Seifert (v.l.) und Klaus Richter vom Seniorenbeirat, Karsten Bonhuis (Stadtverwaltung) und Jörg Flor vom Bauamt.

Syke - Von Frank Jaursch. Das schlichte weiße Schild mit der dreistelligen Zahl kann im Notfall Leben retten: Die Syker Ruhebänke sind in den vergangenen Wochen erfasst und durchnummeriert worden. Auf Initiative des Syker Seniorenbeirats hat die Stadt ein Bankkataster erstellt – ein Verzeichnis, mit dessen Hilfe in Sekundenschnelle jede Bank exakt lokalisiert und im Notfall von Rettungskräften angefahren werden kann.

Das Kataster ist dem Seniorenbeirat schon seit fast einem Jahrzehnt ein Anliegen. Wenn Bürger während ihrer Spaziergänge eine Pause einlegen und es auf der Bank zu gesundheitlichen Problemen kommt – nicht jeder kennt dann die Straße, auf der er gerade ging.

Die Lösung hat drei Ziffern: Wenn die Rettungsleitstelle weiß, wo genau jede Bank steht, dann reicht die Info auf dem kleinen weißen Schild, um zielgenau zum Notfall zu gelangen. Die aus Bayern stammende Idee haben die Syker nun adaptiert.

Es ist ein Erfolg mit vielen Vätern und Müttern: Zunächst schrieb Lisa Dannemann, die stellvertretende Vorsitzende des Beirats, alle Ortsbürgermeister an – mit der Bitte um eine Liste, auf der möglichst alle Bänke verzeichnet sind.

Anschließend machte sich Bauhof-Mitarbeiter Jörg Flor an die Arbeit: Er verzeichnete alle bekannten Positionen auf eine großformatige Karte und fuhr anschließend alle gemeldeten Bänke ab – mehr als 100 Exemplare. Überall machte er mit einer Kamera mit GPS-Unterstützung Fotos von den Bänken.

Die Daten schickte Flor weiter zu Karsten Bonhuis (Stadtverwaltung), an dessen Schreibtisch der nächste Schritt erfolgte: die digitale Erfassung der Daten. Nun sind die genauen Positionen der Bänke auf einer Syke-Karte online abrufbar.

Und weil es nicht nur für Lebensretter wichtig ist zu wissen, wo Bänke stehen, hat sich auch die Tourismusabteilung der Stadt für das Kataster interessiert. Wenn die Karte für die Allgemeinheit offen steht, kann so jeder sehen, wo auf der Wander- oder Radwanderroute die nächste Rastmöglichkeit steht (und welche Nummer diese hat).

Das Projekt ist zwar weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Bis die Syke-Karte öffentlich zugänglich ist, gibt es noch „ein paar technische Fragen zu klären“, sagt Bonhuis.

Und auch die Erfassung ist noch nicht abgeschlossen „Es gibt mit Sicherheit noch viele Bänke, die noch nicht erfasst sind“, ist sich der Beiratsvorsitzende Klaus Richter sicher. Bürger, die eine Bank ohne Schild sehen, können diese telefonisch bei Heike Wilhelm (Stadtverwaltung) unter 04242/164325 melden

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