Die Nummer eins

Ferienfußballschule in Okel: 27 Stunden Training für 162 junge Kicker

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Starke Schusstechnik: Auch die Mädchen zeigen während dieser Tage in Okel, was sie in Sachen Fußball so alles draufhaben.

Okel - Von Frank Jaursch. Fußball ist eigentlich ganz einfach: ein Ball, zwei Tore, 22 Spieler. In Okel ist rund um Himmelfahrt alles ein bisschen anders.

Mehr als 160 junge Kicker, zwei Dutzend Tore unterschiedlichster Größe und Stabilität – und Hunderte Fußbälle. Das sind einige Eckdaten zur großen Ferienfußballschule. Derzeit läuft die 15. Ausgabe, und mal wieder gibt es einen Teilnehmerrekord zu vermelden.

Vorjahresrekord getoppt

„Irgendwann haben wir eigentlich mal gesagt: ,Bei 100 ist aber genug“, grinst Volker Lumpe, einer der Organisatoren des dreitägigen Events. Nun ist aus der Veranstaltung, die 2003 mit 60 Teilnehmern begann, die größte ihrer Art geworden. Mit 162 Teilnehmern zwischen 6 und 13 Jahren hat man den Rekord vom Vorjahr noch einmal leicht getoppt.

„In Deutschland gibt's kein Größeres“, bestätigt Matthias Thormählen, Leiter der Fußballschule, Inhaber einer A-Trainerlizenz und seit der ersten Stunde Partner des TSV Okel. Mit insgesamt 16 Trainern ist seine Fußballschule in Okel dabei. Besonderheit dabei: Im Vordergrund steht tatsächlich die intensive Arbeit mit dem Ball.

„Das schafft ein Trainer nicht in ‘nem halben Jahr“

„An drei Tagen kommen wir auf insgesamt 27 Stunden Fußballtraining“, betont Lumpe. Schuss- und Passtraining, Finten, Torwartschulungen – die Experten zeigen dem kickenden Nachwuchs jede Menge Tricks und hilfreiche Übungen. „Was die in drei Tagen lernen, schafft ein Trainer nicht in 'nem halben Jahr“, ist sich Volker Lampe sicher.

Ein Geheimnis ist bei allem Trainingsvolumen die richtige Dosierung. „Es ist spielerisch und spaßorientiert“, erklärt Thormählen. So mündet das Training an allen drei Tagen am Nachmittag – wenn die Aufmerksamkeitsspanne nachlässt – in Turnieren.

Thormählen sieht die Veranstaltung definitiv nicht als Sichtungscamp. „Egal, welchen Leistungsstand sie haben, hier können alle 'ne Menge lernen.“ In den vergangenen 25 Jahren hatte Thormählen schon das eine oder andere Talent unter seinen Fittichen, das später Berufsfußballer wurde. Zum Beispiel Weltklasse-Spieler Toni Kroos (Real Madrid), als der gerade zwölf war. „Und der war damals schon 'ne Rakete.“

Drei dutzend Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf

Während sich die Mädchen und Jungen auf dem Platz mit Ballkanone und Trampolin, mit Hütchenschießen und Bällesammeln beschäftigen, läuft auch abseits des Platzes die TSV-Maschine reibungslos. Das Orga-Duo von Jugendleiter Holm Holthusen und Volker Lumpe kann sich wieder auf breite Unterstützung verlassen: Gut und gerne drei Dutzend Helfer versorgen die Kids und sorgen für den gewohnt perfekten Rahmen. „Die sind echt Weltklasse“, lobt Matthias Thormählen.

Das nächste Camp rund um Himmelfahrt 2018 ist längst gebucht. Und so soll das auch weitergehen, sagt Volker Lumpe – „zumindest solange ich laufen kann“.

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