Das Auto stehen lassen

Stadtradeln ab 24. Mai: Nordkreis fährt für das Klima um die Wette

Die „Starradler“ Peter Schwarze (Twistringen), Klaus Nienanber (Syke) und Gerd Harthus (Stuhr) mit den Bürgermeistern Christian Porsch  (auf einem Klapp-Rad), Jens Bley, Frank Seidel und Stephan Korte sowie Sykes Bürgermeisterin Suse Laue bei der Aktions-Vorstellung auf dem Hohen Berg in Syke.
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Rauf aufs Fahrrad: Die „Starradler“ Peter Schwarze (Twistringen), Klaus Nienanber (Syke) und Gerd Harthus (Stuhr) mit den Bürgermeistern Christian Porsch, Jens Bley, Frank Seidel und Stephan Korte sowie Sykes Bürgermeisterin Suse Laue (v.l.).

Fleißig Kilometer auf dem Fahrrad sammeln, dadurch CO2 einsparen und ein Zeichen für den Klimaschutz setzen: Darum geht es bei der Aktion Stadtradeln, an der neben Syke auch wieder die Nachbargemeinden teilnehmen.

Syke – Als Erstes zu starten, hilft vor dem Überholtwerden nicht. Seit 2017 nimmt Syke an der Klimaschutz-Aktion Stadtradeln teil. Nach und nach sind mit Bassum, Stuhr, Twistringen und Weyhe die anderen Städte und Gemeinde aus der sogenannten Win-Region hinzugekommen. Zuletzt Twistringen, das im vergangenen Jahr als Neuling prompt die meisten abgerissenen Kilometer in der End-Auswertung vorweisen konnte.

Aber der Wettbewerb um die größte Kilometerleistung steht beim Stadtradeln nicht an allererster Stelle, er ist sozusagen das Mittel zum guten Zweck.

Laue: Ein Zeichen setzen und noch besser werden

Passend zum jüngst vorgestellten Bundes-Klimaschutzgesetz ging es am Donnerstag auf dem Hohen Berg ums Klima und darum, durch den Verzicht aufs Auto gemeinsam einen Beitrag dafür zu leisten, CO2 einzusparen. „Ein Zeichen dafür setzen, dass wir umsteigen können“, fasste Bürgermeisterin Suse Laue die Botschaft bei der Vorstellung zusammen.

Im vergangenen Jahr hätten in der Region bereits 1 400 Radler in 135 Teams teilgenommen, stellte Bürgermeisterin Laue im Beisein ihrer Amtskollegen aus den Nachbarkommunen fest. Und: „Wir können es noch besser machen.“

„Starradler“ verzichten komplett aufs Auto

Wie jedes Jahr benennen die Städte und Gemeinden aus ihren Reihen einen „Starradler“. Der darf vor Ort dadurch Werbung fürs Stadtradeln machen, dass er sich verpflichtet, während des Aktionszeitraums komplett auf das Auto zu verzichten.

Syke schickt dafür dieses Mal einen versierten Radsportler ins Rennen: Klaus Nienaber, der seit 1973 die Hallenradsport-Abteilung des TSV Barrien leitet. Er ist seit 2017, also von Beginn an, beim Stadtradeln dabei. Als Starradler hat er sich ein eigenes, ambitioniertes Ziel gesteckt. Er will im Aktionszeitraum vom 24. Mai bis 13. Juni „1 000 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen“.

Auch Bassum, Stuhr, Weyhe und Ttwistringen sind wieder dabei

„Toll und klasse“ sei die Aktion, pflichtete Bassums Bürgermeister Christian Porsch seiner Syker Kollegin bei. Schließlich sei Radfahren eine der wenigen sportlichen Betätigungen, die in Coronazeiten problemlos möglich seien. Stuhrs Bürgermeister Stephan Korte befand: Die Stadtradel-Aktion sei ein guter Anlass dafür, gewohnte Wege zu verlassen und festzustellen: „Mensch, da kommst du ja gut ohne Auto hin.“

Weyhes Bürgermeister Frank Seidel berichtete: Er hat sich fest vorgenommen, für den Aktionszeitraum aufs Auto zu verzichten, um zu ermutigen und um Vorbild zu sein. Nur ein Termin in Kirchdorf bereitet ihm noch Kopfzerbrechen. Twistringens Bürgermeister Jens Bley sagte, beim – gewonnen – ersten Mal sei „ein richtiger Schwung durch die Stadt gegangen“. Er sei dankbar, durch die Win-Region zur Teilnahme gebracht worden zu sein.

Jeder kann mitmachen

Mitmachen kann, wie in den vergangenen Jahren, jeder, der möchte. Sue Laue würde sich wünschen, dass sich eine Gruppe stärker beteiligen würde: Die, die sowieso jeden Tag das Fahrrad nutzen.

Anmeldung über www.stadtradeln.de. Die gefahrenen Kilometer können per App oder mit Stift und Papier aufgezeichnet werden. Die Bögen liegen in den Rathäusern aus.

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