Neujahrswanderung des VVV führte in diesem Jahr durch das Bradenholz / Galperin: Einweihung des Goldschatz-Denkmals am Hohen Berg bis April

Von verkrüppelten Eichen und verschlungenen Buchen

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Zur Neujahrswanderung ging es in diesem Jahr durch das Bradenholz.

Von Detlef Voges. Was hat der Ururgroßvater von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit einem Waldstück westlich von Ristedt zu tun? Offenkundig Wesentliches, deshalb begleitete Franz August Heinrich Albrecht, von 1817 bis 1848 Oberamtsmann in Syke, (der seine letzte Ruhestätte in Syke auf dem alten Friedhof an der B6 gefunden hat) auch gedanklich die Neujahrswanderung des Verkehrs-, Verschönerungs- und Bürgervereins (VVV) am Sonnabend durch das Bradenholz.

Allein die Familienbande zu „Röschen“ Ursula von der Leyen machte diese 18. Jahresauftakt-Wanderung des VVV zu einer reizvollen Tour. Immerhin führte sie durch das gegenüber Westermark und Friedeholz weniger bekannte Bradenholz. Ein gut 400 Hektar großes Waldstück, das in die drei Gemeinden Syke, Bassum und Stuhr hinein reicht.

Die 25 Teilnehmer waren in guten Händen. Das Wetter präsentierte sich wandererfreundlich, Wanderführer Harald Witt zeigte sich bestens präpariert. Um dem Wirken des Oberamtmanns Albrecht auf die Spur zu kommen, hatte Witt eine sechs Kilometer lange Tour auf Nebenwegen gewählt. Eine Entscheidung mit Folgen.

Harald Witt wartete mit einer Entdeckung auf. Ihm waren im Eingangstor des Bradenholzes auf einem Wall in der Nähe des Parkplatzes Warwer Sand verkrüppelte Eichen aufgefallen. Die ließen ihm keine Ruhe. Er fragte bei Revierförstern nach und erfuhr … erstmal nichts. Bis Förster Heinz-Dieter Tegtmeier anrief und von einer Bodenmaßnahme im Jahr 1840 berichtete. Angeordnet hatte die Oberamtmann Albrecht.

Die Flächen im Bereich Bradenholz dienten den Bauern damals als Gemeinschaftsweiden. Sie waren aber übernutzt und drohten zu versanden. Der Sand hätte die Felder unfruchtbar gemacht. Ein Windschutz musste her. Am 24. März 1840 ordnete Albrecht den Bau eines 750 Meter langen Walls an (er steht noch heute). Darauf pflanzte man Eichen. Deren Haupttriebe wurden gekappt und die untersten Äste zwecks Wiederverwurzelung in die Erde gesteckt. „Eine erfolgreiche Maßnahme gegen die Versandung“, so Witt.

Erfolglos bleiben dagegen wohl Bemühungen, das Naturdenkmal Schlangenbuche zu retten. Dem markanten Baum, ineinander umschlungen von drei Buchen, hatte im März 2015 der Orkan Niklas arg zugesetzt. Wasser, Frost und Fäulnis setzen nun ihr Werk fort und geben dem Giganten den Rest.

An freien Stellen erlaubte der Wald auch Blicke in das Hombachtal mit der Kätinger Mühle in der Ferne. Vielleicht inspiriert vom Fernblick, eröffnete Galperin der Wandergruppe, dass im März oder April das Denkmal „Goldschatz“ am Hohen Berg in Ristedt eingeweiht wird – mit einem sechs Meter langen Originalstück aus Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) als Kernstück.

So endete eine Wanderung, die viele Erkenntnisgewinne bescherte und Lust auf Unternehmungen per pedes machte.

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