Syker Pianistin Hauke Kranz hat ihr erstes Album in Stuhr aufgenommen

Ein neuer Morgen der Musik

Ein eingespieltes Team: Pianistin Hauke Kranz und Produzent Friedrich Thein haben zwischen den Feiertagen das Album „A new Dawn“ im Studio aufgenommen. - Foto: Ulf Kaack

Syke/Stuhr - Von Ulf Kaack. Es ist eine Premiere der besonderen Art: Die Syker Pianistin und Klavierpädagogin Hauke Kranz hat ihr erstes Album mit von ihr komponierten Piano-Songs eingespielt. Die Aufnahmen für die CD mit dem Titel „A new Dawn“, also ein neuer Morgen, fanden an vier Tagen im Tonstudio von Friedrich Thein in Stuhr-Neukrug statt. Diese Zeitung durfte während des Recordings Studio-Atmosphäre schnuppern.

Friedrich Thein ist seit mehr als drei Jahrzehnten ein absoluter Profi in seiner Branche. 1978 hat er sein Thein-Tonstudio gegründet und arbeitet seit fünf Jahren am Standort Stuhr. Er hat in der Vergangenheit als Tonmeister, Aufnahmeleiter und Produzent mit vielen Größen aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres zusammengearbeitet – darunter Seal, Sarah Connor, Fanta Vier, Peter Maffay, Götz Alsmann und Reinhard Mey. Aber auch mit berühmten klassischen Ensembles hat der 64-Jährige gearbeitet, den New York Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig oder der Staatskapelle Dresden beispielsweise.

„Als ich vor einem Jahr mit den Planungen für meine erste CD begann, war Friedrich Thein als Produzent mit seinem hervorragenden Ruf in der Musikbranche für mich natürlich die allererste Wahl. Sein Studio liegt um die Ecke und verfügt über einen tollen Konzertflügel“, blickt Hauke Kranz zurück. „Schon beim ersten Treffen hat die Chemie zwischen uns gestimmt, und er hat sofort zugesagt, als ich ihn fragte, ob er das Album produzieren wolle. Das war keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, hat er doch in der Vergangenheit mehrfach mit Lang Lang zusammengearbeitet, dem zurzeit bekanntesten Klaviervirtuosen weltweit. Für mich ist es eine große Ehre, mit einem so renommierten Produzenten aufnehmen zu dürfen.“

Zwölf Kompositionen hat Hauke Kranz in vier Tagen eingespielt. Sein Studio hat Friedrich Thein akustisch exakt nach seinen Vorstellungen geplant und berechnet. Wände und Decken sind in leichter Schrägstellung angeordnet und mit schallisolierendem Material beschichtet. Der zehn Meter hohe Raum garantiert eine optimale, also absolut natürliche Klangwiedergabe des Blüthner-Flügels, dem Arbeitsgerät von Hauke Kranz: „Dieser D-Flügel ist ein ganz hervorragendes Instrument, wie ich selten eines gespielt habe. Durch seine spezielle Saitenbespannung werden besondere Obertöne erzeugt, ein vollkommen eigener Sound.“

Der Klavierdeckel ist demontiert, damit sich der Klang optimal im Studio entfalten kann. Zwei Mikrofone nehmen den Ton unmittelbar über den Saiten des Flügels ab, drei weitere sind in sechs Metern Höhe installiert und konservieren den räumlichen Sound. Friedrich Thein sitzt an seinem Arbeitsplatz, einem Mischpult mit 96 Kanälen. „Ich nehme so wenig technischen Einfluss wie möglich, gebe den einzelnen Stücken die Phrasierungen, die sie benötigen. Mal etwas mehr Tiefe, mal einen direkteren Sound. Authentizität ist mir wichtig. Wenn ich klanglichen Einfluss nehme, dann läuft das über das Spiel der Pianistin.“

Stilistisch handelt es sich bei den Kompositionen der 52-jährigen Sykerin um ein Crossover zwischen klassischer und meditativer Musik. Lieder ohne Worte für Soloklavier – entstanden in Momenten der Stille. Jeder Titel für sich ist ein ergreifendes Hörerlebnis. „Die Klavierstücke entstammen direkt meiner Seele“, sagt Hauke Kranz. „Sie sollen von Herz zu Herz wirken. Und genau diese berührenden Momente haben wir einfangen können.“

Hauke Kranz hat sich auf die Aufnahmen akribisch vorbereitet. Die Stücke sind komplett durcharrangiert, Veränderungen an den Kompositionen werden nur in kleinsten Nuancen vorgenommen. Notenblätter braucht sie nicht. Sämtliche Titel sitzen perfekt, wurden zuvor bereits mehrfach live vor Publikum „getestet“.

Ob die erfahrene Konzertpianistin Lampenfieber hat? „Immer mal wieder schubweise“, sagt sie. „Einige Aufnahmen sind uns gleich im ersten Take gelungen, andere haben wir uns angehört und festgestellt, dass Optimierungsbedarf besteht. Friedrich Thein hat mir dann immer in seiner ruhigen und kompetenten Art eine ganze Reihe von Tipps und Empfehlungen gegeben, wie bestimmte Töne und Passagen besser zu spielen sind. Das dann auf dem Klavier umzusetzen, war harte konzentrierte Arbeit, was eine Art von Lampenfieber mit sich bringt.“

Und so geht es nun weiter: Friedrich Thein wird ein sogenanntes Master-Tape erstellen, auf dessen Basis das CD-Presswerk, die Pallas-Group in Diepholz, die runden Silberlinge produzieren wird. Parallel dazu entstehen das Layout und anschließend der Druck des Booklets. Am Freitag, 28. April, wird „A new Dawn“ schließlich im Rahmen eines feierlichen Release-Konzerts, veranstaltet von Jazz-Folk-Klassik, im Konzertsaal der Kreissparkasse Syke den Freunden anspruchsvoller Musik vorgestellt.

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