Gebäude in Modulbauweise

18-teiliges Konfetti: Neuer Kindergarten am Hallenbad Syke

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Ein Kran hebt die mit Lastern nach Syke transportierten Module an ihre endgültige Position. Das ist Zentimeterarbeit. Nicht ganz einfach bei Objekten, die mit knapp 3x15 Metern doch ein bisschen sperrig sind.

Syke - Von Frank Jaursch. Was passiert denn da beim Hallenbad? Als am Donnerstag die ersten Sattelzüge am Lindhof ankamen, wussten viele Passanten das nicht so recht einzuordnen.

Im Laufe des Tages wurde schon deutlich sichtbarer, was auf dem Areal neben dem Hallenbad entsteht: Eine Reihe von Containern bildete ein flaches, farbenfrohes Gebäude. Freitagvormittag waren auch die letzten von insgesamt 18 Modulen da. Die Kita Konfetti ist angekommen!

Fast 50 Meter lang und knapp 15 Meter breit ist das Gebäude, das optisch von vielen, vielen großen Fenstern und von den Farben Grün, Gelb und Orange dominiert wird. Und nein, das sind keine Container! Das betont Lars Harald Niestädt von der Firma Fagsi, die die bunten Elemente nicht nur herstellt, sondern auch aufbaut. „Das Wort Container weckt falsche Assoziationen“, erklärt er und weist auf die hohen energetischen Standards hin. „Wir sprechen hier von Modulbauweise.“

Container-Optik soll verschwinden

Tatsächlich wird schnell deutlich, dass die Module nicht mehr viel mit den klassischen Containern zu tun haben. Sie sind hochgedämmt, erfüllen die gleichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) wie ein konventioneller Bau. Im Sommer heiß, im Winter zugig? Gibt's hier nicht. Ein Satteldach wird in den kommenden Wochen installiert und sein Übriges beitragen, dass die Container-Optik verschwindet.

All das – ebenso wie der Umstand, dass die Stadt die Module nicht mietet, sondern gekauft hat – macht deutlich: Hier entsteht nicht nur ein Provisorium. „Das ist eine Lösung, die Bestand haben wird“, erklärt Bürgermeisterin Suse Laue. Sie freut sich darüber, dass nach all dem Warten Freitag endlich dieser Meilenstein auf dem Weg zur Drei-Gruppen-Krippe erreicht wurde.

Orange, Gelb, Syke-Grün: Mit der freundlichen Farbgebung des Gebäudes spiegelt der Konfetti-Kindergartenbau auch seinen bunten Namen wider. Die bodentiefen Fenster lassen viel Licht ins Innere des Gebäudes.

Lange genug hat es ja gedauert. Eigentlich sollten die Module schon im August angekommen sein. Den Schuldigen an der Verzögerung muss Laue nicht lange suchen. „Das Bremer Amt für Straßen und Verkehr hat zweieinhalb Monate gebraucht, um die Genehmigung zu erteilen.“ Ärger über die Kollegen aus dem Amt im Nachbar-Bundesland? Laue hebt eine Augenbraue, überlegt kurz, atmet durch. Und sagt: „Wir haben sie ja jetzt.“

Entscheidender Faktor für den Kauf war der Umstand, dass die Kinder schnell „einziehen'“ können. Einige der Module – wie etwa der Teil mit den Sanitärbereichen – sind fast komplett vormontiert. Andere müssen noch mit Leben und Mobiliar gefüllt werden. Am 13. Oktober soll die Krippe an die Stadt übergeben werden.

Strom und Heizung vom Hallenbad

Parallel zum Innenausbau soll auch die Außenanlage entstehen. Auf der 20 mal 30 Meter großen Spielfläche wird ein Gartenhäuschen aufgebaut, außerdem werden zur Eröffnung dort nagelneue Spielgeräte stehen. „Die Kinder sind hier abgeschottet und doch zentral, das passt gut“, zeigt sich Laue mit der Ortswahl zufrieden.

Strom und Heizung bezieht die Kita vom Hallenbad, die Wärmeversorgung erfolgt über ein dortiges Blockheizkraftwerk. Drei Gruppenräume sind in dem Bauwerk, ein großer Mehrzweckraum, Mitarbeiterbüros und Ruheräume, Küche und Garderobe, Waschbereiche und Leitungsbüro. Platz ist reichlich vorhanden. Auf dem bereits existierenden Seitenstreifen wird eine Hol- und Bringzone eingerichtet, zudem werden neue Parkplätze geschaffen.

Bleibt noch die Frage: Wie lange hält der Bau denn nun? Fagsi-Vertriebler Lars Niestädt selbstbewusst: „Unsere ältesten Gebäude stehen schon 30, 40 Jahre. Und das ist noch nicht mal der Standard, den wir hier haben.“

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