Lob für ein „Leuchtturmprojekt“

Neue Ortswehr Gessel-Ristedt bezieht ihr Domizil

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Der symbolische Schlüssel zum neuen Löschfahrzeug wanderte bei der Übergabe von (v.l.) Bürgermeisterin Suse Laue über Stadtbrandmeister Stefan Schütte und Ortsbrandmeister Tim Lehrfeld zum Gerätewart Heiko Radtke.

Syke - Am 16. August wurde im Syker Rathaus die Fusion der Freiwilligen Feuerwehren Ristedt und Gessel beschlossen und beurkundet. Genau eine Woche später konnte die Freiwillige Feuerwehr Gessel-Ristedt schon ein neues Feuerwehrgerätehaus beziehen und ein neues Tanklöschfahrzeug in die geräumige Halle fahren.

Die Anzahl der zu diesem Festakt erschienenen Mitglieder dieser neuen Stützpunktfeuerwehr war schon beeindruckend und ein weiterer Beweis für den Willen zur Zusammenarbeit. Ortsbrandmeister Tim Lehrfeld begrüßte die Kameraden sowie eine große Anzahl von Gästen aus Politik, Verwaltung und der Feuerwehrführung.

Bürgermeisterin Suse Laue dankte allen, die am Zustandekommen der Fusion mitgearbeitet haben. Ihr besonderer Dank galt der Arbeitsgruppe aus beiden ehemaligen Wehren, die sich intensiv an der Planung beteiligt hatten.

„Hier wurden keine goldenen Wasserhähne eingebaut. Es ist ein den Erfordernissen entsprechend funktionales Haus“, beschrieb die Bürgermeisterin das Gebäude mit 700 Quadratmetern Nutzfläche. Kurz erinnerte sie an die Vorgeschichte, die 2015 mit der ersten Planung begann. Die Ausschreibung gewann das Ingenieurbüro Glüsenkamp und erhielt den den Auftrag zum Bau des Hauses. Aber so einfach sei das nicht gewesen, so Laue. „Denn da hatten viele mitzureden.“

1,8 Millionen Euro habe der Bau gekostet, aber es sei eine gute Investition, die Aktiven und Jugendlichen Anreize bietet, in der Feuerwehr aktiv mitzuarbeiten. „Diese Feuerwehr hat sich das redlich verdient“, schloss sie.

Das neue Gerätehaus ist konzipiert für 70 Aktive und wurde mit einem Gruppenraum für die fast 50 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die mehr als 20 „Brandmelder“ der Kinderfeuerwehr ausgestattet.

Stadtbrandmeister Stefan Schütte bezeichnete das Haus als „Leuchtturmprojekt“. Zunächst habe der Leuchtturm zwar geflackert, doch jetzt strahle er in hellem Licht. Sein Dank galt den beiden Hauptakteuren Peter Lehrfeld und Manfred Poggenburg: Sie hätten auch die Generalversammlung super vorbereitet, aus welcher der neue Ortsbrandmeister Tim Lehrfeld und dessen Stellvertreter Philipp Milferstedt hervorgegangen seien.

Ristedt-Gessel sei die vierte Feuerwehrfusion im Landkreis, berichtete Kreisbrandmeister Mike Wessel. Und es werde nicht die letzte sein, fügte er hinzu. In Ristedt-Gessel habe ihn das Ergebnis überzeugt, denn er habe hier sehr viele hoch motivierte Leute „unterm Helm“ vorgefunden.

„Es ist das Beste, was uns passieren konnte“, erklärten die beiden ehemaligen Ortsbrandmeister Manfred Poggenburg und Peter Lehrfeld. Sie bedankten sich beim Ingenieurbüro, bei Rat und Verwaltung sowie bei Marlies Iden, die bereit war, ihr Grundstück für den Bau zu verkaufen. Ihr Dank galt auch der Familie Allenstein, die der Feuerwehr das Nachbargrundstück für besondere Veranstaltungen zur Verfügung stellt.

Ristedts Ortsbürgermeister Lars Heuer-Brockhoff lobte den Mut der Feuerwehr, alte Strukturen zu verändern. Dafür sei viel Arbeit erforderlich gewesen. Arbeit, die von den Mitgliedern ehrenamtlich und mit großer Begeisterung geleistet wurde. Claus Ahlers, der Ortsbürgermeister von Gessel, beruhigte alle, die nach der Fusion einen Verlust an Dorfgemeinschaft befürchten. „Die Feuerwehr wird ein starker Mittelpunkt unseres Dorfes bleiben.“

Anschließend überreichte Bürgermeisterin Suse Laue auch noch den Fahrzeugschlüssel für das neue TLF 3000 an Tim Lehrfeld, der ihn an Heiko Radtke weiter reichte, der als Gerätewart für das geländegängige, kompakte 290 PS starke Fahrzeug zuständig sein wird. Für die Ausstattung wurden die Einsatzzahlen der letzten Jahre ausgewertet, die vermehrt durch Flächenbrände gekennzeichnet waren.

Anschließend konnten Interessierte an einem Rundgang durch den Neubau teilnehmen, der von Stephan Glüsenkamp und Mario Kruse vom Bauamt der Stadt Syke geführt wurde.

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