Einrichtung macht mächtig Eindruck

Neue Bibliothek von Wabrzezno: „Die Pläne nehmen wir mit“

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Waren Ehrengäste bei der Einweihung der neuen Bibliothek in Sykes polnischer Partnerstadt Wabrzezno (von links): Ratsvorsitzender Karsten Bödeker, Bürgermeisterin Suse Laue, Jutta Behrens und Martina Kahsnitz von der Stadtbibliothek und Christian Flor vom Freundeskreis Syke-Wabrzezno.

Syke - Von Michael Walter. Geduld war die gefragteste Tugend für Ratsvorsitzenden Karsten Bödeker, Bürgermeisterin Suse Laue, Bibliotheksleiterin Jutta Behrens, ihre Mitarbeiterin Martina Kahsnitz und Christian Flor vom Freundeskreis Syke-Wabrzezno. Sie waren über das verlängerte Pfingst-Wochenende als Ehrengäste in Sykes polnischer Partnerstadt, um dort an der feierlichen Eröffnung einer Bibliothek teilzunehmen.

Welche Bedeutung die polnischen Gastgeber diesem Anlass beimaßen, deutet Suse Laue in wenigen Stichworten an: „160 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Verbänden, drei Stunden Empfang und anschließend Festbankett.“

Die neue Bibliothek ist nach Ansicht der fünf Syker aber auch ein echtes Schmuckstück. „Wunderschön“, sagt Laue. „Der Neubau ist architektonisch außen wie innen stimmig, optisch und technisch hochmodern und hat uns gut gefallen.“ Und die Bürgermeisterin muss augenzwinkernd zugeben: „Wir sind ein kleines bisschen neidisch. Wir haben bei der Eröffnung schon geunkt: Die Pläne nehmen wir gleich mit.“

Immerhin: Auch die Größe würde passen. Die Syker Stadtbibliothek verzeichnet pro Jahr etwa 40 000 Ausleihen, der Neubau in Wabrzezno ist für bis zu 60 000 ausgelegt. Und barrierefrei ist er obendrein.

Ohnehin werde in Sykes Partnerstadt gerade sehr viel gebaut, ist Laue und ihren Begleitern aufgefallen. Unter anderem werde gerade die Seebühne erneuert, ein Freilufttheater mit Tribünen für etwa 400 Zuschauer.

Was gibt’s sonst Neues aus der Partnerstadt?

„Die Bürgermeisterwahl im November wirft ihre Schatten voraus“, sagt Laue. Ihr derzeitiger Amtskollege Lesek Kawsky ist politisch der gemäßigten Linken zuzuordnen. Auch sein bisher einziger Gegenkandidat gehöre nicht der in Polen alleinregierenden nationalkonservativen PiS-Partei an. Laut Laue rechnen in Wabrzezno eigentlich alle damit, dass die PiS-Partei entweder noch einen eigenen Kandidaten aufstellt oder versucht, einen der beiden anderen für sich zu vereinnahmen.

Der Rechtsruck in Polen sei „natürlich Gesprächsthema“ zwischen den Sykern und ihren Gastgebern gewesen“, sagt Laue. Ihr Eindruck: „Die allgemeine Stimmung ist nicht nur positiv.“ Auf der einen Seite wachse der Unmut, auf der anderen habe die Kirche aber nach wie vor großen Einfluss. Und die stehe der Regierungspartei inhaltlich sehr nahe.

Ende August, Anfang September steht der nächste Besuch einer Syker Abordnung in Wabrzezno an. Dann wird dort das Erntefest gefeiert. „Das ist eine ziemlich große Sache dort“, sagt Suse Laue. „Deshalb wollen wir auch mit einer größeren Delegation als jetzt hinfahren.“ Und aus Wabrzezno wollen dieses Jahr noch die Karatesportler nach Syke kommen.

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