Programm für Einweihung steht

Barrier Gemeindezentrum: Neubau spielerisch entdecken

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Das neue Gemeindehaus in Barrien ist fast fertig. Der Festausschuss des Kirchenvorstands freut sich schon auf die Einweihung. Von links: Pastorin Susanne Heinemeyer, Küsterin Christa Neumayr, Vorstand und Projektleiter Hartwig Seevers, Kerstin Bach und Okka Braams.

Barrien - Von Michael Walter. „Großes steht bevor“, sagt Pastorin Susanne Heinemeyer lakonisch. Ihre Kirchengemeinde zieht demnächst um. „Die ersten Kisten sind schon gepackt.“ Das neue Gemeindehaus ist fast fertig.

Am 24. Februar soll die Einweihungsfeier sein, und der Kirchenvorstand freut sich schon darauf wie kleine Kinder Heiligabend auf die Bescherung. Einziger Wermutstropfen: Noch immer steht nicht fest, was dann mit dem historischen Alten Pfarrhaus passiert.

Auf die Einweihung des Neubaus soll das allerdings keinen Schatten werfen. Dienstag gab der Festausschuss des Kirchenvorstands bei einem Pressegespräch den geplanten Ablauf bekannt.

Die Einweihung beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst mit der Landessuperintendentin Birgit Klostermeier. Anschließend ist Empfang im Neubau, der quasi nahtlos in einen Tag der offenen Tür übergeht. Der steht unter dem Motto Spiel und Spaß für Jung und Alt, damit die Besucher auf diese Weise quasi spielerisch die neuen Räume kennenlernen können.

Rallye rund um den Kirchplatz

Um die Zukunft des Alten Pfarrhauses ist es nach wie vor nicht gut bestellt.

Die Jugendgruppe der Kirchengemeinde bietet eine Rallye rund um den Kirchplatz an. Beim Glücksrad ist jeder Dreh ein Gewinn, verspricht der Festausschuss. Der kirchliche Kindergarten Talita Kumi bespaßt die ganz kleinen Besucher und alle Chöre, die unter dem Dach der Gemeinde proben, sind beteiligt: Kirchenchor und Posaunenchor gestalten den Festgottesdienst mit, nachmittags treten die anderen im Gemeindehaus auf - der Chor der Grundschule, die Senioren-Singgruppe, der Landfrauenchor und der Gemischte Chor Barrien.

Ob's klappt, weiß Susanne Heinemeyer noch nicht hundertprozentig, aber sie möchte an dem Tag auch gern ein Gemälde vorstellen, das einmal in der Barrier Kirche gehangen hat, dann verschwunden war und vor einiger Zeit bei Goslar wieder aufgetaucht ist. „Wahrscheinlich hat es Cord Ritterhoff aus Thedinghausen um 1710 gemalt“, sagt Heinemeyer. 

Es gibt Fotos, auf denen dieses Bild auf der Orgelempore zu sehen ist, die 1964 abgebaut worden ist. Was danach damit geschah und wie es in den Harz gelangt ist, weiß sie nicht. „Das Bild ist derzeit noch beim Restaurator. Wir hoffen, dass es rechtzeitig fertig wird.“

Rund eine Million Euro in Barrien investiert

Dass die Restarbeiten am Gemeindezentrum rechtzeitig fertig werden, steht für den Kirchenvorstand außer Frage. Vorsitzender Hartwig Seevers: „Wir sind da guter Dinge.“

Rund eine Million Euro hat die Kirche investiert. „Das ist eine Drittel-Finanzierung“, erklärt Seevers. „Ein Drittel bezahlt die Landeskirche, eines der Kirchenkreis und eines wir selbst. Wobei wir für unser Drittel 200.000 Euro als Zuschuss bekommen.“

2017 hatte die Kirchengemeinde den Bau beantragt. Im Februar 2018 war Baubeginn. „Die einzige Schwierigkeit, die wir dabei hatten, war lediglich, Firmen zu bekommen“, erzählt Seevers. „Wir hatten zum Beispiel für den Bereich Heizung und Sanitär bei zehn Betrieben nach Angeboten gefragt und nur von einer Firma eines bekommen. Da war dann auch mit Verhandeln nichts mehr.“

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