Künstler Andreas Horn stellt seine Werke im Kreismuseum aus

Der Netzwerker

Andreas Horn präsentiert noch bis zum 24. April seine Werke im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums. - Foto: Husmann

Syke - Wer in diesen Wochen ins Ackerbürgerhaus des Kreismuseums kommt, erlebt einen Kontrast: Dort der gegenständliche Stil in den Bildern von Werner Kühl, hier die abstrakten Werke von Andreas Horn. Der Bremer Maler stellt seine meist großformatigen Stücke dort noch bis zum 24. April aus.

Den Betrachter erwartet in der Ausstellung „Fenster zum Leben“ eine Begegnung mit Horns ganz eigenem Stil: Auf einer farblich gestalteten Leinwand entspinnt sich eine unterschiedlich dichte Netzstruktur aus unzähligen Farbfäden. Dieses Zusammen- und Gegeneinander-Spiel ergibt eine Dreidimensionalität, in die sich der Betrachter hineinfallen lassen kann – „wenn er sich darauf einlässt“, so Horn. Wenn es einem gelinge, ans Bild „anzudocken“, so Horn, „dann arbeiten die Bilder mit einem“.

Zur Eröffnung der Ausstellung ging Dr. Rainer Beßling auf diese Wirkung ein. Die Bilder „eröffnen ein breites Spektrum unterschiedlicher emotionaler Kräfte“, erläuterte Beßling. Je nach Dichte und Dicke strahlt das Bild eine unterschiedlich starke Atmosphäre aus. Mal wirken die dichtgeschichteten Netzwerke wie Adern oder wuchernd wachsende Wurzelgeflechte, dann wieder zart, zerbrechlich und lichtdurchlässig.

„Ich male komplett intuitiv“, beschreibt der Künstler seine Tätigkeit. Dabei spiegele die Energie eines Bildes stets seinen eigenen Zustand wider. Die ausgestellten Bilder sind in den vergangenen fünf Jahren entstanden.

Neben der Begegnung mit Farben und Strukturen gibt Andreas Horn dem Betrachter noch ein weiteres Element an die Hand: den Titel. Der darf durchaus schon mal ein bisschen komplexer sein. „Heilarbeit und andere Korrekturen“ heißt ein Bild, „Übermäßiger Oppositionsgeist gegen die Obrigkeit“ ein anderes.

„Das ist meist ein erster kryptischer Hinweis auf die Stimmungslage“, beschreibt Horn die Titelfindung, die immer erst im Nachgang erfolgt.

Die Exponate von „Fenster zum Leben“ sind auch käuflich zu erwerben. Die Preise liegen zwischen 180 und 3000 Euro.

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