„Die Natur spielt etwas mit uns“

Gästeführung im Rosarium Wachendorf: Von der Vision zur Umsetzung

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Thomas Ritter (l.) brachte den Teilnehmern die Entwicklung des Rosariums näher.

Wachendorf - Von Dieter Niederheide. Josephine, die erste Frau von Napoleon, bot in ihrer Rosensammlung in der Nähe von Paris um 1800 rund 250 Rosenarten auf. Für damalige Verhältnisse die größte Sammlung – aber nichts gegen die rund 1000 Rosensorten, die nach Fertigstellung im Garten- und Landschaftspark Rosarium Wachendorf zur Frühjahrs- und Sommerzeit blühen.

Zurzeit werden von Fachkräften der Wachendorfer Baumschule von Detlev Wolters 900 Rosen, die ein Hamburger Gartenbaubetrieb stiftete, eingepflanzt. Die ersten Rosen wurden im April 2015 gepflanzt. Die Pflanzarbeiten beobachteten jetzt mehr als 20 Besuchern aus der Region, die an der Gästeführung im künftigen Garten- und Landschaftspark mit der Syker Gästeführerin Elke Butt teilnahmen.

Geschäftsführer Thomas Ritter von der Betriebsgesellschaft führte die Besucher durch den werdenden Garten- und Landschaftspark und informierte, unterstützt von Johann Meyer und Manfred Rinas von der Betriebsgesellschaft, über den Stand der Arbeiten und die Zukunftsplanungen.

Während die Besucher auf den Findlingen Platz genommen hatten, die die Gletscher der Eiszeit aus Skandinavien nach Wachendorf gebracht hatten, referierte der Geschäftsführer: Ritter berichtete über die Vision am Anfang und die Umsetzung der Idee. „Wir müssen Schritt für Schritt in einzelnen Bauabschnitten dem Sandabbau folgen“, sagte er und wies darauf hin, dass mit Fördermitteln von Bund, Land und EU die Finanzierung gestärkt ist.

Erfreut sei man ob der Zusammenarbeit mit den Delme-Werkstätten, dem Zweckverband Wildeshauser Geest und den Verkehrsbetrieben Grafschaft Hoya. Der Garten- und Landschaftspark verbinde Menschen mit und ohne Handicap und sei ein Projekt mit bundesweitem Modellcharakter.

Noch als Versuchsballon darf die Hochzeit angesehen werden, die demnächst auf dem Gelände abgehalten werden soll. Thomas Ritter: „Wir können nicht alles auf einmal, es wird hier immer wieder Veränderungen geben. Die Natur verändert sich auch hier, sie spielt etwas mit uns. Manchmal steht auf dem Gelände dort Wasser, wo vorher keines war.“

Gut entwickelt hat sich das kleine Biotop. Der Geschäftsführer: „Wir sind gespannt, wie es für uns weitergeht.“ Für die Besucher interessant: das aus dem Raum Osnabrück stammende Zweiständerhaus (typisches Artlandhaus aus der Osnabrücker Region), von dem das historische Fachwerk bereits steht und in dem sich Kultur, Gastronomie und Seminarräume anbieten werden. Wenn etwa Ende 2019 der Sandabbau in der Sandgrube beendet wird, soll es Richtung Gestüt weitergehen.

Das Rosarium hat ab 26. Mai samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

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