Wer die Vögel versteht, weiß, was im Wald los ist

Vogelkundliche Wanderung durch den Krendel

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Interessantes über die Vogelwelt erfuhren die Teilnehmer des Rundgangs durch den Krendel von Björn Hombergs.

Syke - Von Dieter Niederheide. In der Natur um Dötlingen gibt es mehr Nachtigallen als im Syker Krendel – davon ist Dieter Kammann überzeugt. Der Schatzmeister des Hegerings Wildeshausen und Insider in Sachen Vogelwelt war am Samstag aus Wildeshausen gekommen, um an der vogelkundlichen Wanderung durch den Krendel mit Björn Hombergs von der Wildnisschule Schattenwolf teilzunehmen.

Kammann kam bereits von einer ähnlichen vogelkundlichen Beobachtung, die er im Raum Dötlingen selber in aller Herrgottsfrühe ab 5.30 Uhr geführt hatte. Sieben Nachtigallen will er dabei gehört haben. Wenig später im Syker Krendel nicht eine einzige. Trotzdem sang eine: Dieter Kammanns hatte einen Tingstift dabei (muss man sich etwa wie einen Kugelschreiber mit Lautsprecher vorstellen) und spielte damit den Gesang ab.

Mit Björn Hombergs gab es für die Teilnehmer Unterricht über die Sprache der Vögel, die mehr, als ein Zwitschern ist. „Wer die geheime Sprache der Vögel versteht, kann erfahren, was im Wald los ist“, hieß es. Hombergs erklärte unter anderem die Rufe und das unterschiedliche Alarmsystem der verschiedenen Vogelarten. 

Rufe werden unterschieden

Da unterscheidet man zum Beispiel den Partnerruf, den Bettelruf des Nachwuchses oder die Rufe, wenn im Wald alles harmonisch ist. Wenn plötzlich Ruhe einkehrt und gar nichts mehr zu hören ist, kann es sein, dass der Fuchs sich durch das Unterholz anschleicht. Allerdings, so Hombergs, kann die Vogelwelt auch Alarm vermuten, wenn sich nur zwei Amseln untereinander heftig streiten.

Zu hören waren im Krendel unter anderem Buchfink, Kohlmeise, Amsel, Drossel und die Finken. Es war ein Vormittagskonzert und es schien, als würden die kleinen Konzertmeister eigens für Gruppe singen, die da ihretwegen fast drei Stunden im Krendel lauschte.

Dieter Kammanns zog für sich am Ende das Fazit: „Ein sehr schönes Gebiet, der Krendel. Die Führung hat mir gut gefallen.“

Nicht zuletzt war es für die Teilnehmer noch ein Stück Erholung vom Alltagsstress. Björn Hombergs hatte sogar grüne Sitzflächen mitgebracht und Material zur Unterstützung seiner Worte.

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