Benefizkonzert des Modernen Orchesters zum 50. Jubiläum der Lebenshilfe Syke

Musik erreicht alle Herzen

Schwarz-Rot, Gelb: Ferbanfroh und facettenreich gestaltete sich das Benefizkonzert des Modernen Orchesters in der Bewegungshalle der Erlenschule. - Foto: Ehlers

Syke - Von Angelika Kratz. Ihr 50-jähriges Bestehen feiert die Lebenshilfe Syke in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen und Gästen. Ein Highlight zum Jubiläum wird sicherlich das Benefizkonzert mit dem Modernen Orchester TuS Syke am Sonnabend gewesen sein. Das überreichte in der Bewegungshalle der Erlenschule einen bunten Melodienstrauß als passendes Geschenk voller Lebensfreude. Musik erreicht alle Herzen, ob die nun in der Brust behinderter oder nicht behinderter Menschen sitzen.

Detlef Kayser als Vorstand der Lebenshilfe Syke übernahm die Begrüßung der Gäste und des 45-köpfigen Orchesters unter der Leitung von Sabine Rosenbrock. Rein optisch setzten die Musikerinnen und Musiker zwischen 14 bis 60plus mit ihrem schicken schwarzen Outfit und den roten Krawatten starke Kontraste zur gelben Turnhalle.

Die Maisonne strahlte durch die Fenster, und über allem lag eine fast greifbare Fröhlichkeit, als das Präludium aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier einen gekonnten Auftakt machte.

Die Moderation zwischen den bestens für das Orchester arrangierten Ohrwürmern aus Musicals, Film- und Popgeschichte übernahm Petra Raue. Sie spann mit vielen netten Geschichten den roten Faden und wurde neben der Musik zur berechtigt beklatschten Vermittlerin.

Die musikalische Reise ging zum Götterboten Hermes, machte Halt bei einem an die Seele gehenden „Hallelujah“, bekämpfte Drachen mit viel Liebe und tanzte einen temperamentvollen „Mambo“ aus der „West Side Story“.

Nach der notwendigen Pause ging es nicht minder temporeich und spritzig weiter. „Es kommt noch besser“, warnte Petra Raue mit einem wissenden Lachen, denn neben dem Götterboten Hermes brachte der Discogott Antidepressiva in Form von Noten mit. „Earth, Wind & Fire“ pusteten alle Sorgen weg. „Zum „Moondance“ lud das Moderne Orchester gleich im Anschluß ein und nahm das Publikum mit zu einem Spaziergang im Sonnenschein.

„Happy“, der Song von Pharrell Williams, hat für die Stadt Syke eine eigene Geschichte, wie Petra Raue berichtete. Vor zwei Jahren sei ein Imagefilm der Hachestadt mit diesem Lied und vielen Gesichtern unterschiedlichster Farbe gedreht worden. „Wie glücklich bin ich, in solch einer Stadt mit solchen Menschen zu leben“, hätte Petra Raue sicherlich nicht perfekter hinsichtlich der vielschichtigen Arbeit der Lebenshilfe ausdrücken können. Das bestätigte der Applaus in der Halle.

Erst nach zwei vehement geforderten Zugaben ließ man das Orchester schließlich in den wohlverdienten Feierabend ziehen. An das längst begonnene Pokalfinale dachte sicher keiner in der Erlenschule nach – viel zu schön war für alle der mehr als zweistündige Musikgenuss gewesen.

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