Motto beim Drei-Dörfer-Haus: Feuerwehr

Spielfest bereitet auf den Notfall vor

Beim Spielfest der TSG Osterholz-Gödestorf-Schnepke lernen Kinder spielerisch, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. - Foto: jeh

Osterholz - Von Robin Grulke. Was war nochmal ein Kinderfinder? Ein neongelber Aufkleber, der den Einsatzkräften der Feuerwehr im Brandfall zeigen soll, wo sich im Haus die Kinderzimmer befinden – praktisch ein Lebensretter. Wo man ihn am besten anbringt, wie die stabile Seitenlage funktioniert und wie man einen Feuerwehrmann an den Geräuschen erkennt, kann die ganze Familie zusammen noch einmal lernen: beim Spielfest der TSG Osterholz-Gödestorf-Schnepke am 13. August beim Drei-Dörfer-Haus.

Das Fest beginnt um 14 Uhr durchaus sportlich. Die Kinder aus der G-Jugend der TSG treten bei einem Fußballturnier gegeneinander an. Im Anschluss können die Kleinen, aber auch die Großen, für vier Euro pro Person vom Kuchenbüfett naschen. Wer sich lieber mit einer Bratwurst vom Grill stärkt, muss auch nicht hungern.

Notruf üben und Blick ins Nebelzelt

Für das eigentliche Hauptprogramm hat sich Ortsbürgermeister Andreas Schmidt zusammen mit Feuerwehr, Dorfjugend und Kindergarten einiges einfallen lassen – wobei die Retter in Rot den Großteil der Planung übernehmen. Passenderweise ist die Feuerwehr auch das Motto in diesem Jahr.

Dazu zählt, dass die Teilnehmer – egal, ob jung oder alt – ihr Wissen für den Notfall auffrischen. Unter der Aufsicht von Ortsbrandmeister Jens Steinbüchel lernen sie in einer gestellten Situation, einen Notruf optimal abzusetzen. Auch, wenn sie selber in Gefahr sind, sollen den Kindern die Tipps der Einsatzkräfte helfen. „So ein Feuerwehrmann in voller Montur mit Atemschutzgerät, der hört sich schonmal komisch an“, erklärt Steinbüchel. „Die Kinder sollen mit dem Geräusch verbinden: Da will einer helfen.“

Auch auf andere Gefahrensituationen können sich die Kinder beim Spielfest vorbereiten. Ein Familienmitglied in die stabile Seitenlage zu bringen, sollte danach kein Problem mehr sein.

Am spannendsten dürfte allerdings das Nebelzelt sein. Das Team um Steinbüchel füllt dafür mit einer Nebelmaschine ein kleineres Feuerwehrzelt mit künstlichem Rauch, bis kaum noch die Hand vor Augen zu sehen ist. Von außen können die Besucher durch eine Wärmebildkamera schauen und lernen, wie die Einsatzkräfte Dinge erkennen, die ohne moderne Technik unsichtbar bleiben.

In dem dichten Nebel gibt es auch direkt noch eine Lektion mit nach Hause: Klebt die Kinderfinder unten, nicht oben an die Tür! Dann können die Einsatzkräfte die Sticker besser erkennen. Immerhin bewegen sie sich oftmals kriechend vorwärts, und heißer Rauch steigt bekanntermaßen nach oben.

Um die vielen Infos und Eindrücke nicht gleich wieder zu vergessen, bekommen die Kinder am Ende des Tages auch eine Urkunde in die Hand – sofern sie zwischendurch mit ihren Laufzetteln fleißig Stempel gesammelt haben.

Wem das heiße Programm zu stressig ist, kann sich im Anschluss bei einer klassisch ruhigen Tombola entspannen. Beim Tauziehen zum Schluss der Veranstaltung gegen 18 Uhr können sich schließlich noch die Jungen mit den Alten messen.

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