Spezialtraining für Nachwuchsfahrer

Motocross-Narren unter sich

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Wenn die Fahrer die Kurven richtig nehmen und Geschwindigkeit aufbauen, können sie teilweise meterhoch springen. 

Osterholz - Von Heiner Büntemeyer. Der Rennzirkus um den VFM-ADAC-Motocross-Niedersachsen-Cup hat am Wochenende eine Pause eingelegt. Unter dem Motto „Jugend trainiert Jugend“ boten stattdessen Jascha Berg aus Felde und Nico Koch aus Braunschweig auf dem Hillmannring in Osterholz jungen Nachwuchsfahrern ein Spezialtraining an. Beide sind inzwischen mit internationaler Lizenz am Start – vor wenigen Jahren fuhren sie selbst noch in Jugendklassen.

Statt der gemeldeten 30 Nachwuchsfahrer waren nur zwölf erschienen, denen die beiden Trainer ein umso individuelleres Training anbieten konnten. Auf der knapp über einen Kilometer langen Piste mit engen Kurven und unterschiedlich geneigten Sprunghügeln übte die Truppe zunächst den optimalen Start. Es folgten Trainingsfahrten in den Kurven, die hohe Beschleunigung bieten, wenn sie außen gefahren werden. Sie verkürzen auch den Weg, wenn sie eng genommen werden. Das wiederum erfordert hohe Konzentration und Wendigkeit von den Fahrern.

Schließlich ging es noch an die Sprunghügel, an denen die Fahrer spektakulär zum Flug abheben können. Das sieht rasant aus, doch wenn es dem Fahrer gelingt, seine Maschine flach zu halten, finden die durchdrehenden Räder schnell wieder festen Halt und können direkt wieder beschleunigen.

Max Kientopp aus Stade war einer der aufmerksamen Fahrer. Den Zwölfjährigen packte erst vor drei Jahren der „Motocross-Bazillus“. Mittlerweile ist sein Vater Sven an fast jedem Wochenende mit ihm unterwegs zu allen möglichen Rennen.

Am Samstag und am Sonntag war die Bahn für Trainingsläufe und Einstellungsfahrten frei, und viele Fahrer nutzten die Gelegenheit, sich für die fünf letzten Rennen fit zu halten. Mit dem letzten Rennen der Saison wird am 6. Oktober auf dem Hillmannring die „Renn-Jahreszeit“ beendet. Dann lassen sich die Cupgewinner der verschiedenen Altersklassen im Gasthaus Hillmann feiern.

Heino Helms und sein Team hatten die Piste optimal hergerichtet. Tagelang wurde mit dem Radlader an den Sprunghügeln gebastelt, die Kurven geglättet und die gesamte Bahn immer wieder gewässert. Trotzdem entwickelten sich bei den schnellen Kurvenfahrten meterhohe Staubfontänen.

Außerdem hatten die Organisatoren eine „Beach-Party“ mit Pool, Strand, Cocktailbar, Spießbraten und DJ „Slyrenn“ vorbereitet. Heino Helms hatte den Gästen einen beheizten Pool versprochen, für das warme Wasser sorgte an diesem Wochenende die Sonne. Die Cocktailbar organisierte ein „Star-Cocktail-Mixer aus Bremen, den Heino Helms eingeladen hatte.

Die Jugendlichen des Schützenvereins Osterholz nutzten die Party für eine „Cold-Water-Challenge“ und versenkten ihren Schützenkönig in den Fluten des Pools, ehe sie die Aufforderung zu einer derartigen Challenge an die Nachbarwehren in Gödestorf und Okel weiterleiteten. Diese haben jetzt eine Woche Zeit, ihrerseits einen Kaltwasser-Schabernack zu veranstalten.

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