Gestrandete Jugendgruppe kann ausreisen – wenn Marokko sie lässt

Montag nach Malaga

Bei den Jugendlichen ist die Stimmung gut: Sie arbeiten nach Plan in ihren Workshops. Hier hat eine Gruppe einen Hai aus Plastikmüll gestaltet.
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Bei den Jugendlichen ist die Stimmung gut: Sie arbeiten nach Plan in ihren Workshops. Hier hat eine Gruppe einen Hai aus Plastikmüll gestaltet.

Syke – Wenn alles gut geht, ist die in Marokko gestrandete Syker Jugendgruppe am Montagabend wieder in Europa. Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat ist es gelungen, für alle einen Flug nach Malaga in Südspanien zu organisieren. Von da aus geht es mit dem Bus weiter. Donnerstag wäre die Gruppe dann wieder in Syke.

Vorigen Sonntag waren etwa zwei Dutzend Jugendliche und ihre Betreuer aus Syke und der polnischen Partnerstadt Wabrzezno zu einem Trinationalen Jugendaustausch nach Marokko geflogen. Gemeinsam mit einer marokkanischen Jugendgruppe wollten sie eine zehntätige Bildungsfreizeit mit den Schwerpunkten Geschichte und Umwelt verbringen. Am Donnerstag hat Marokko die Flugverbindungen nach Deutschland, Holland und Großbritannien gekappt. Damit saß die Gruppe fest (wir berichteten).

„Ich bin heilfroh, dass der Flug nach Malaga sicher ist. Spanien ist händelbar“, sagt Erster Stadtrat Thomas Kuchem. Wobei „sicher“ relativ ist. Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass Marokko „zeitnah und kurzfristig“ auch für weitere Verbindungen nach Europa die Fluggenehmigungen entzieht.

Im Moment sieht es nicht danach aus. „Derzeit sind die Grenzen noch offen und es gibt keine Signale, dass sie bis Montag zugemacht werden“, sagt Abdelhafid Catruat. „Das heißt, es sieht gut aus, dass wir am Montag von Nador nach Malaga ausreisen können.“

Und was dann? – Die Gruppe käme spät abends in Malaga an. Einen direkten Anschluss gibt es nicht. Catruat hat für die erste Nacht ein Hotel organisiert.

Theoretisch gibt es Direktflüge nach Bremen. Sogar mehrmals die Woche. Praktisch ist das Hauptproblem, in den Herbstferien für insgesamt rund 30 Leute Plätze im Flugzeug zu bekommen. Zumal wenn noch viele andere dasselbe versuchen. „Es ist unglaublich. So viele Menschen sitzen hier fest und wollen zurück“, sagt Catruat. „Die Flüge sind voll und die Preise enorm gestiegen. Mit knapp 30 Leuten was im Flugzeug zu buchen, ist nicht möglich, derzeit.“

Den ganzen Freitag haben Syke und Wabrzezno parallel nach Alternativen gesucht. Sprich: Bus und Bahn. Die Stadt Syke hat ein Reisebüro damit beauftragt. Nach dem Motto: Die Profis machen lassen. Ohne Ergebnis. Die Polen waren da erfolgreicher. Am späten Freitagnachmittag stand fest: Sie schicken einen Bus, der die Gruppe in Malaga abholt und nach Syke bringt. Dort würde der Bus am Donnerstag ankommen. Nach einer Zwischenübernachtung ginge es für die Polen dann weiter nach Wabrzezno.

Von Michael Walter

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