Modernes Orchester muss Konzert im Friedeholz erstmals nicht absagen oder wegen Schlechtwetters verlegen / 200 Zuhörer

Endlich hat‘s geklappt: Auftritt in der Wolfsschlucht

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Das Moderne Orchester genoss seinen Auftritt in der Wolfsschlucht.

Syke - Von Juraj Sivulka. Als das Moderne Orchester des TuS Syke das Stück „Der mit dem Wolf tanzt“ anstimmt, herrscht in der Wolfsschlucht im Friedeholz eine andächtige Stimmung. Die Töne der Musiker scheinen nicht nur auf die etwa 200 Besucher eine große Wirkung zu entfalten, sondern bringen anscheinend selbst die Blätter der Bäume zum Stillstand.

Nun ist der Traum, unter freiem Himmel zu spielen, endlich Wirklichkeit geworden, denn die bis dato geplanten Auftritte der Musikgruppe am selben Ort scheiterten stets am schlechten Wetter. Die Symbiose von Musik und Natur klingt wie eine Versöhnung der Elemente – und die hat es in sich.

Unter dem Motto „Tänze“ präsentieren die etwa 40Musiker eine gelungene Mischung aus Originalkompositionen für symphonisches Blasorchester und Bearbeitungen von Rock- und Popmusik. Bei bekannten schwungvollen Stücken von Abba oder Arrangements von Boney M. geht das Publikum sichtbar mit. Werden nachdenklich anmutende Kompositionen gespielt, herrscht eine besinnliche Stille. Sehr unterhaltend wirken dabei die Erklärungen der Dirigentin Sabine Rosenbrock zwischen den musikalischen Beiträgen („Wir freuen uns auf die gespendeten Applaussalven“), die ihre Mannschaft fest im Griff hat.

Als sie das Publikum um das Anstimmen der bekannten Filmmelodie „Der Rosarote Panther“ bittet, die Antwort aber vom Orchester bekommt, kontert sie prompt: „Ein Glück, dass wir kein Chor sind.“

Das Moderne Orchester des TuS Syke ist 1992 aus dem ehemaligen Syker Blasorchester hervorgegangen und umfasst etwa 60 Mitglieder, die auf einem Dutzend verschiedener Instrumente spielen. Einmal wöchentlich üben die Künstler für gemeinsame Auftritte, zusätzliche Proben und Lehrgänge kommen hinzu. Die organisatorische Leiterin Petra Raue ist stolz auf ihre Gruppe, die bei Wettbewerben in der höchsten Leistungsklasse im Amateurbereich auftritt und etliche Erfolge zu verzeichnen hat. Beim letzten Turnfest in Osnabrück wurde das Orchester mit dem Prädikat „sehr gut“ prämiert.

Nach der Pause geht das bunte musikalische Treiben weiter: Als die Besucher zum Tanzen zu dem Hit „Happy“ animiert werden, aber nur eine Akteurin mitmacht, folgt ein rauschender Applaus. Dieser steigert sich dann nach der letzten Zugabe „Runaway Baby“, mit der sich das Orchester von dem Publikum verabschiedet.

„Gibt es das Orchester schon länger?“, fragt Annemarie Gebhardt aus Seckenhausen etwas verunsichert in die Runde. Als ihre Frage bejaht wird, sagt sie leise: „Peinlich, dass wir das nicht wissen.“

Elke Ellinghaus kann das nicht passieren. Ihre Tochter Yvonne spielt im Orchester und die Mutter ist fast bei jedem Auftritt dabei. „Aber nicht nur wegen meiner Tochter“, sagt sie überzeugend.

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