Kreative Norweger überzeugten beim JFK-Konzert

Moderne musikalische Maschen

Ellen Andrea Wang lieferte mit ihren beiden Begleitmusikern Erland Dahlen (rechts) und Andreas Ulvo ein herausragendes Konzert im KSK-Saal ab. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Angelika Kratz. Frage an Radio Eriwan: „Wie kann man das Ellen-Andrea-Wang-Trio am besten beschreiben?“ – Antwort: Im Prinzip gar nicht, dazu fehlen einfach die Worte. Aber zuhören ist genau richtig.

Die kreativen Norweger überzeugten von der ersten Minute an im Saal der KSK in Syke, der schließlich nach gut zwei Stunden einfach nicht loslassen wollte von der faszinierenden Mischung aus Jazz und Pop.

„Heart beat“ von der aktuellen CD „Diving“ eröffnete eindrucksvoll das Programm mit virtuosem Klavier und Keyboard-Einsatz von Andreas Ulvo neben Ellen Andrea Wang. Als dritter im Team zeigte sich Erland Dahlen an den Drums.

Alle drei gehören zu den momentan gefragtesten Studio-Musikern Norwegens, und so konnte sich Syke glücklich schätzen, dieses Trio hautnah zu erleben. Zu verdanken war dies Gerd Harthus, dem neuen Vorsitzenden von JFK und bekennendem Norwegenfan.

Harthus spricht nicht nur fließend die Landessprache, sondern reist auch jedes Jahr mit seiner Familie in die zweite Heimat und genießt dort die unglaubliche Vielfalt an Kultur. Als Souvenir gab es nun ein Konzert wider alle Spielregeln der Musikszene, das mit seiner ungebremsten und hemmungslosen Experimentierfreude zwischen den Stilrichtungen überzeugte.

Voll war die eher kleine Bühne der Kreissparkasse mit Flügel, Keyboard, Drums, dem dicken Kontrabass und der unterstützenden Technik mit etlichen Kabeln. Andreas Ulvo war schon mit anderer Formation in Syke zu Gast und zeigte jetzt wieder sein atemberaubendes Können zwischen gleich drei Tastaturen und den vielen Schaltern zum richtigen Sound. Die Songs von der CD „Diving“ luden mal mit und mal ohne menschliche Stimme zum Träumen ein, gelegentlich sogar zum Tanzen.

Meist im Vordergrund: Ellen Andrea Wang mit ihrem glockenhellem Gesang und dem tiefen Kontrabass. Ungewöhnlich im Arrangement, aber hörbar gut ließ die Singer-Songwriterin genügend Platz für Tasten, Trommeln und Glocken und fuhr mit „Fjord Ferry“ fast sichtbar an schroffen Felskanten vorbei.

Das Trio strickte ganz moderne Maschen für einen Norwegerpullover, der schließlich mit einem „Take me away“ fast schon das Ticket gen Norden im Ärmel hatte.

Überwältigend zeigten sich die Jazzimprovisationen mit Klavier und Bass, aber es gab auch genügend Zeit, einfach nur innerlich die Luft anzuhalten.

Zugaben waren hinsichtlich eines umwerfenden Konzerts fast schon zwangsläufig. Schlagzeuger Erland Dahlen konnte so noch einmal seine unglaubliche Koordination zeigen. „Perfect Danger“ hob die Zuhörer fast von den Stühlen, die mit entsprechend heftigem Applaus um noch weitere Zugaben bettelten.

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