Modellflieger zufrieden mit Saisonauftakt / Flohmarkt etwas umsatzschwach

Dreidecker und Riesensegler

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Modellflieger haben – wenig überraschend – ein Herz fürs Detail: Während der Stieglitz-Mechaniker die Maschine für den Start rüstet, macht der Pilot Kaffeepause am Klapptisch.

Ristedt - Von Heiner Büntemeyer. Die Stieglitze ziehen wieder Kreise am Himmel über Ristedt: Über den Winter haben die Modellflieger viele neue Miniaturflugzeuge gebaut. Am Wochenende starteten sie zum Jungfernflug.

„Natürlich haben wir die alle schon vorher ausprobiert, sonst wäre die Nervosität viel zu groß“, gesteht Oliver Maschke. Er hat gleich zwei neue Modelle mitgebracht, eine „Wilga“ mit einem 210cm³ großen Zweizylinder-Zweitakt-Boxermotor und ein Seglermodell mit 3,80m Spannweite und aufgesetzem „Impeller“. Das ist eine elektrische Turbine mit innen liegendem Propeller, der eingeschaltet werden kann, wenn die Thermik fehlt.

Olivers Bruder Thorsten Maschke stellt einen Dreidecker vor. Nachempfunden ist er der Fokker Dr. I, mit der Manfred von Richthofen im Ersten Weltkrieg als der „Rote Baron“ aufgestiegen war. An diesem Modell hat Thorsten Maschke fünf Monate lang gearbeitet, denn er hat keinen fertigen Bausatz montiert, sondern jede Spante und jede Leiste einzeln von Hand aus Balsaholz angefertigt.

Unter den neuen Modellen ist auch ein Segler mit einer Spannweite von sechs Metern, der von einem Schleppflugzeug emporgezogen wird. Erst in großer Höhe wird der Segler per Funksignal ausgeklinkt.

Sascha Harries hat sein Modell einer für den Kunstflugbetrieb gefertigten „Walter-Extra“ mit einem Verdampfer ausgestattet, so dass es während des Fluges eine lange Rauchfahne hinter sich herziehen kann.

Ein 3,50m breites Nurflügel-Flugzeug hat Jörn Oesselmann selbst entworfen. Da dieses Modell von Hand gestartet werden muss, weil konstruktionsbedingt kein Fahrwerk darunter passt, muss der Pilot das Modell schnell genug loslassen, damit der am Heck montierte Propeller nicht seine Hand oder seinen Arm verletzt. Inzwischen hat der Modellflieger aus Huchting dafür extra eine Startrampe konstruiert.

Der vor wenigen Wochen neu gewählte Vorsitzende Ingo Rulfs freute sich über den guten Besuch, zumal er „das mit dem Wetter auch ganz gut hingekriegt“ hatte. Weniger erfolgreich war der Versuch, einen Flohmarkt für gebrauchte Modellflugzeuge und Zubehör auszurichten. Zwar war das Angebot recht groß, doch der Umsatz hielt sich in Grenzen. „Es fehlten die Einsteiger, die diese älteren Modelle noch gut fliegen könnten“, bedauerte ein Anbieter.

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