Zweitägige Ausstellun

Zugige Angelegenheit für Modelleisenbahner

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Wer hat gesagt, dass Modellbahn immer im Maßstab H0 sein muss? Maik Rosenowsky hatte auf dem Außengelände am DGH eine Strecke im Maßstab 1:6 aufgebaut. Mit seiner Bahn kann man tatsächlich fahren und die Lok wird wie im Original mit Kohle beheizt. 

Heiligenfelde - Von Anika Bokelmann. An den Bahngleisen entlang zu laufen, ist gefährlich und eigentlich verboten. Dennoch schlenderten mehrere hundert Besucher am Wochenende an der etwa 13 Kilometer langen Strecke entlang und schauten fasziniert den Zügen zu

Zugegeben: In Wahrheit waren es nur 150 Meter Gleise, die im DGH Heiligenfelde aufgebaut waren. Legt man aber den Maßstab HO (1:87) zugrunde, so kommt man dem Szenario schon näher, das die Mitglieder des Modell-Eisenbahn-Clubs Syke (MECS) aufgebaut hatten. Anlässlich der neunten Modell-Eisenbahn-Tage präsentierten die Hobbyeisenbahner ihre Modul-Anlage, auf der Züge mit bis zu einer Länge von bis zu zweieinhalb Metern fuhren.

Zum MECS gehören laut Vereinsvorsitzendem Klaus Möhlmann derzeit 25 Mitglieder, darunter drei Frauen und fünf Jugendliche. „Begonnen hat alles mit einem Kurs der Volkshochschule vor 33 Jahren“, erinnerte sich Möhlmann. Mittlerweile kommen die MECS-Mitglieder einmal wöchentlich in Barrien zusammen, um sich auszutauschen und an ihrer stationären Anlage im Vereinsheim zu arbeiten.

150 Besucher am ersten Tag

Am ersten Ausstellungstag zählten die Vereinsmitglieder bereits 150 Besucher. „Uns spielt das schlechte Wetter in die Karten“, freuten sich die Veranstalter. Mit den Jahren sei die Erfahrung gewachsen, ebenso das feste und das rollende Inventar.

Was die Modul-Anlage des MECS besonders macht: Die einzelnen Teile sind genormt und daher fast beliebig kombinierbar, und auch externe Module können zwischen die vereinseigenen Stücke gesetzt werden. So entstehen immer wieder neue Landschaften, die von den Mitgliedern in liebevoller Kleinstarbeit gestaltet werden. Mal sitzt ein Angler neben den Gleisen, ein Stück weiter ist gerade die Polizei im Einsatz. Da ist zum Aufbauen schon eine Pinzette nötig.

So filigran geht es bei Maik Rosenowsky nicht zu. Der Kassenwart des MECS begeisterte am Samstag und Sonntag insbesondere die jüngeren Besucher mit seiner Echtdampflok. Die fuhr auf dem Außengelände auf Gleisen mit einer Spurbreite von 184 Millimetern.

Reichlich Dampf im Kessel

Den Kindern und Erwachsenen, die hinter der Lok Platz genommen hatten, wehte bei der Rundfahrt ordentlich Dampf ins Gesicht, denn Maik Rosenowsky legte reichlich Anthrazitkohle nach, um den Zug auf den Schienen in Gang zu halten.

„Ich bin mit Zügen groß geworden“, erzählt der Mann aus Neubruchhausen, „habe auch eine Ausbildung in einem Ausbesserungswerk gemacht.“ Heute lebt er seine Leidenschaft in der Garage aus und bastelt an seinen drei Dampflokmodellen.

Neben der Bahnstrecke des MECS, die der Deutschen Bahn nachempfunden ist, fuhren im Dorfgemeinschaftshaus auch Züge der Bremer Straßenbahnfreunde Linie 11 durch ihre Miniaturwelt. Und ebenso wie in der Realität gab es ab und zu auch mal die eine oder andere Panne wie Stromausfälle und Entgleisungen, die die Mitglieder des Vereins aber umgehend behoben.

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