Modelleisenbahner ernten großes Lob für kleine(re) Ausstellung im Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde

Gemütlicher – persönlicher – liebenswerter

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Den Besuchern gefiel die deutlich verkleinerte Modellbahn-Ausstellung in Heiligenfelde.

Heiligenfelde - Von Michael Walter. Weniger ist manchmal mehr. Diese Erfahrung hat der Modelleisenbahnclub Syke (MECS) jetzt gemacht. Zum ersten Mal war der Club mit seiner Modellbahn-Ausstellung am Samstag und Sonntag im DGH Heiligenfelde zu Gast und hat von seinen Besuchern nur positive Reaktionen bekommen. Und zwar nicht „obwohl“, sondern „gerade weil“ die Ausstellung im Vergleich zu früheren Jahren deutlich kleiner war.

„Wir sind selbst überrascht von dem Echo, das wir hier erhalten haben“, sagt Club-Sprecher Jürgen Reinhard. „Die Leute finden es hier persönlicher und gemütlicher. Und wir werden viel öfter angesprochen.“

Pragmatische Gründe hatten die Modellbahner dazu bewogen, für ihre jährliche Ausstellung nach Heiligenfelde umzuziehen: Zuerst in der Barrier Tennishalle und zuletzt in der Olympiahalle am Hachestadion waren sie gezwungen, vor dem Aufbau ihrer Anlage den Hallenboden mit Teppich auszulegen. „Das waren immer drei Tage Arbeit im Voraus“, sagt Reinhard. „Da waren wir schon kaputt, bevor wir unsere Anlage überhaupt ausgeladen hatten.“ Den Saal im DGH konnten sie jetzt dagegen „einfach so“ benutzen.

Nun ist der zwar groß, aber nicht mit einer Turnhalle zu vergleichen. Was da an Modellbahn reinpasst, ist gerade mal ein Viertel von dem, was der MECS in der Olympiahalle aufbauen konnte. Aber den Besuchern gefällt‘s. „Das ist viel gemütlicher als früher, sagen sie“, so Reinhard. Und das Gästebuch im Saal bestätigt ihn. „Tolle kleine Show“, ist da zu lesen. „Macht Spaß!“–„Weiter so!“

Was darüber hinaus zum positiven Eindruck beiträgt: Durch den kompakten Aufbau ist die Zubehör- und Gebrauchtwaren-Börse jetzt quasi mitten in der Modellbahn-Anlage. „Das haben die Anbieter sehr dankbar angenommen“, sagt Jürgen Reinhard.

Modell-Eisenbahn-Tage im DGH in Heiligenfelde

Technisch gesprochen, haben die Besucher – Zahlen liegen dem MECS noch nicht vor – in Heiligenfelde eine Zweileiter-Gleichstrom Anlage im Maßstab HO (1:87) gesehen. Die Anlage besteht aus verschiedenen in der Größe genormten Modulen, und diese Module wiederum aus je acht bis elf einzelnen ebenfalls genormten Elementen. Alle Elemente sind einheitlich 1,25m lang und 50cm breit und die Gleise werden nach einer Schablone darauf positioniert. Dadurch lassen sich sowohl die kompletten Module als auch die einzelnen Elemente eines Moduls nahezu beliebig kombinieren. Der Eisenbahnclub kann also immer wieder neue Anlagen daraus bauen.

Ob er das nächstes Jahr auch wieder wird, steht noch nicht fest. „Wir werden alle nicht jünger“, sagt Jürgen Reinhard. „Schleppen, bücken, kriechen, schrauben – die körperliche Belastbarkeit lässt nach. Wir betreiben hier buchstäblich ein aussterbendes Hobby.“

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