Heute bereits 2.522 Mitglieder

RWG Niedersachsen Mitte wächst: 333 Mitarbeiter und 268 Millionen Euro Umsatz

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Im Syker Theater zogen Mitglieder und Gäste der RWG Mitte Niedersachsen Bilanz.

Syke - Von Anke Seidel. Die 30 Landwirte, die vor einem Jahrhundert den Grundstein für die heutige Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Niedersachsen Mitte legten, hätten sich die heutigen Zahlen wohl kaum vorstellen können: 2.522 Mitglieder mit 8.012 Anteilen in einem Wert von 6,6 Millionen Euro gehören heute dem genossenschaftlichen Agrar-Unternehmen an.

Dessen Umsatzerlöse betrugen im Wirtschaftsjahr 2017/18 insgesamt 268 Millionen Euro. 333 Mitarbeiter - darunter 27 Auszubildende - gehören heute zum Unternehmen.

Diese Zahlen nannte Arno Schoppe als hauptamtlicher Vorstand und Geschäftsführer der RWG Niedersachsen Mitte am Montag während der Generalversammlung im Syker Theater, durch deren Programm Aufsichtsratsvorsitzender Sven Klingemann führte. Von Rehburg bis Rodewald und von Riede bis Barnstorf reicht das Einzugsgebiet der RWG Mitte Niedersachsen mittlerweile, die in den vergangenen Jahren durch Fusionen stark gewachsen war.

Allerdings lag der Bilanzgewinn von 1,01 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahres (1,96 Millionen Euro), der gesamte Warenumsatz war um knapp 16 Millionen Euro auf besagte 268 Millionen Euro geschmolzen.

Niedrigste Getreideernte seit 1994 

Sven Klingemann hat den Vorsitz im RWG-Aufsichtsrat.

Es war die extreme Witterung, die lange Schatten auf das Jahresergebnis der RWG geworfen hatte - und zur niedrigsten Getreideernte seit 1994 führte, wie der Geschäftsführer erklärte. Die Getreidemenge sank von 304.800 Tonnen (Vorjahr) auf nunmehr 290.600 Tonnen. Andererseits verbuchte die RWG in ihrer größten Sparte, den Futtermitteln, ein Plus von fast zehn Tonnen und setzte insgesamt 409.800 Tonnen in einem Wert von 98,3 Millionen Euro um.

Insgesamt zog Schoppe eine positive Bilanz, weil das Eigenkapital um 1,28 Millionen Euro auf 26,1 Millionen Euro aufgestockt werden konnte. Zum Vergleich: Vor sieben Jahren hatte es noch 9,8 Millionen Euro betragen. „Nachhaltig denken und wirtschaftlich handeln - mit dem Ziel, weiter zu wachsen“, das beschrieb der Geschäftsführer als Maxime für das Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen. 

Die große Herausforderung auch in der Landwirtschaft sei die Digitalisierung: „Sie wird unsere Arbeitswelt verändern.“ Und diesen Wandel müsse man aktiv mitgestalten.

Mitglieder stärken Rücklagen der RWG

Einstimmig beschlossen die Mitglieder am Montag, mit mehr als der Hälfte des Bilanzgewinns von 1,01 Millionen Euro - mit exakt 510.000 Euro - die gesetzliche Rücklage zu stärken und mit 255.000 Euro die Ergebnisrücklagen. Außerdem schüttet die RWG drei Prozent Dividende aus. Der Rest des Bilanzgewinns wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Zu Beginn des Abends hatte Christoph Klomburg als Vorsitzender des Landvolkverbands Mittelweser die enorme Dokumentationspflicht der Landwirte kritisch hinterfragt und außerdem die Bedeutung des Genossenschaftsgedankens betont - gerade vor dem Hintergrund des globalisierten Weltmarkts. „In der Landwirtschaft gibt es kein Weiter so“, sagte Klomburg. Aber das habe es in den vergangenen Jahren auch nicht gegeben.

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