Benefizkonzert für die Kirchenmusik / Stiftung braucht frisches Geld

Mit Wohlklängen und Wein

„Kirche ohne Musik ist wie Weihnachten ohne Tannenbaum“, finden Kreiskantor Ralf Wosch, Superintendent Jörn-Michael Schröder und Peter Hermann vom Syker Gospelchor. Die Kirchenmusikstiftung trägt dazu bei, den Tannenbaum zu bezahlen.
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„Kirche ohne Musik ist wie Weihnachten ohne Tannenbaum“, finden Kreiskantor Ralf Wosch, Superintendent Jörn-Michael Schröder und Peter Hermann vom Syker Gospelchor. Die Kirchenmusikstiftung trägt dazu bei, den Tannenbaum zu bezahlen.

Syke – Kosten haben ohne dass neues Geld nachkommt – das geht auf Dauer nicht gut. In den Corona-Jahren 2020/21 saß die Kirchenmusikstiftung von daher im gleichen Boot wie viele andere im Kulturbereich auch. Jetzt sieht das Kuratorium die Chance, die arg geschröpfte Kriegskasse wieder aufzubessern und lädt für den 31. Oktober zum Stiftungskonzert in die Christuskirche ein.

„Kirche ohne Musik ist wie Weihnachten ohne Tannenbaum“, sagt Kreiskantor Ralf Wosch vom Stiftungskuratorium. Bis 2010 hatte diesen Tannenbaum sozusagen noch die Landeskirche Jahr für Jahr angeschafft. Dann gab es eine massive Sparrunde, die auch die Kirchenmusik betraf. Der Kirchenkreis stand vor der Entscheidung, künftig auf den Tannenbaum zu verzichten – um im Bild zu bleiben – oder ihn selber zu kaufen. Und so gründete er im Oktober 2010 eine Stiftung, in deren Grundkapital die Landeskirche noch einmal kräftig eingezahlt hatte.

„Wir haben im Kirchenkreis etwa 50 musikalische Gruppen vom Blockflötenensemble über Chöre bis zum Gitarrenorchester“, zählt Ralf Wosch auf. „Zwei Drittel davon unterstützen wir finanziell.“ Die Art der Unterstützung ist ganz unterschiedlich. Sie reicht von der Anschaffung von Noten über Zuschüsse zu Probenfreizeiten bis zum Honorar für professionelle musikalische Leiter. Darüber hinaus fördert die Stiftung Workshops und die Ausbildung von Nachwuchsmusikern. „Dafür geben wir jedes Jahr deutlich über 10000 Euro aus“, sagt Wosch. Und Superintendent Jörn-Michael Schröder präzisiert: „Letztes Jahr waren es sogar 14 000.“

Auf der Einnahmenseite stand zuletzt hingegen die Null. Corona lässt grüßen. Für die Stiftung ist das denkbar schlecht. Das Grundkapital darf sie nicht anfassen, Zinsen wirft es praktisch keine ab und Konzerte hat es nicht gegeben.

„Das letzte war am Reformationstag 2019“ erinnert sich Wosch. Damals war die Christuskirche voll: „200 Zuschauer plus 60 Aktive“ erinnert Wosch sich. Diesmal werden es weniger: Für das Stiftungskonzert am 31. Oktober (Beginn: 17 Uhr) lassen die Abstandsregeln maximal 100 Zuschauer zu. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erwartet. Zudem verkauft die Stiftung Stiftungswein – zum gleich Trinken und zum Mitnehmen.

Das etwa einstündige Programm gestalten der Syker Gospelchor GoSpellOn und der Kirchenchor sowie das Vokalensemble Bücken.

Weitere Infos

Von Michael Walter

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