Kulturverein Rüttelschuh präsentiert Programm der Wassermühle Barrien

„Mit Mut und Lust“ in die neue Spielzeit

Peter Joppig (v.l.), Elke Hoffmeister-Röpke, Christiane Palm-Hoffmeister und Monika Schröder vom Kulturverein Rüttelschuh freuen sich auf die Künstler, die in den kommenden sechs Monaten in der Wassermühle zu Gast sind. Foto: Heiner Büntemeyer

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Die vier Rüttelschuh-„Bewegerinnen“ Christiane Palm-Hoffmeister, Elke Hoffmeister-Röpke, Christiane Decker und Monika Schröder gehen „mit Mut und Lust“ in die neue Spielzeit. Das Programm Frühjahr-Sommer 2020 bestätigt diese Aussage. Es enthält wieder acht Angebote mit Künstlerinnen und Künstlern, die bereits in der Wassermühle aufgetreten sind, auf die sich die Freunde der Kleinkunst schon jetzt freuen und die ihrerseits auch die intime Atmosphäre und das wunderbare Ambiente bei ihren Vorstellungen schätzen gelernt haben. Aber es gibt auch Premieren.

Sie kommen gern nach Barrien, auch wenn sie auf anderen Bühnen ganz andere Gagen verlangen können. Ihnen macht es einfach Spaß, das Publikum hautnah zu erleben und mit den Gästen in Kontakt zu kommen. Zu ihnen zählt Sammy Vomacka, ein Meister auf der Acoustic-Gitarre und des Blues, Ragtime und Fingerstyle-Jazz. Ihn liebt das Barrier Publikum nicht nur wegen seiner wunderbaren Musik, sondern auch wegen seiner amüsanten Moderation. Und die Rüttelschuh-Bewegerinnen lieben ihn, weil er so bescheiden und unprätentiös auftritt. „Der steht dann morgens mit seinem Wohnwagen und seinem Hund vor der Tür“, berichtet Christiane Palm-Hoffmeister.

Der Kabarettist Martin Herrmann kommt auch schon zum dritten Mal in die Wassermühle. Mit scharfer Zunge und verschmitztem Wortwitz behauptet er: „Feinstaubalarm ist auch nur ein vornehmes Wort für Kehrwoche“.

Als Lucy van Kuhl das erste Mal in der Wassermühle auftrat, hatten die Programm-Macherinnen sie unter dem Motto „geben wir ihr mal eine Chance“ eher blind gebucht. Inzwischen wissen sie, dass ihr „Bauchgefühl“ sie damals nicht getrogen hat. Lucy van Kuhl ist erst vor wenigen Wochen in Passau mit dem begehrten und wertvollen „Scharfrichterbeil“ ausgezeichnet worden. Dabei ist sie in den 36 Jahren, in denen diese Auszeichnung vergeben wird, erst die dritte Frau, die auf diese Weise geehrt wurde. „Ein echter Knüller“, erklärt Elke Hoffmeister-Röpke.

Der dritte in der Reihe der Kabarettisten im neuen Programm ist Jan Jahn. Er taucht ebenfalls tief in seelische Abgründe hinein – und jedes Mal mit einer Menge kurioser Lösungsansätze wieder auf. Er ist ebenso schon zum dritten Mal in Barrien wie die beiden Musiker Malte Vief und Clemens Christian Pötzsch. Christiane Palm-Hoffmeister hatte das Duo vor einigen Jahren auf Borkum gehört, war von der Musik begeistert und bat die beiden, in ihrer Wassermühle aufzutreten.

Malte Vief gehört ebenso wie die Jeanine-Vahldiek-Band zur Musikszene aus den östlichen Bundesländern, die hier in der Region weniger bekannt sind. Sie einzuladen – sie sind ebenfalls „Wiederholungstäter“ in Barrien – sei nie ein Risiko, sind sich die vier „Programmiererinnen“ von „Rüttelschuh“ einig. Sie sind dankbar dafür, dass das Barrier Publikum auch die Konzerte von weniger bekannten Künstlern besucht. Diese Erkenntnis erleichtert ihnen auch die Entscheidung, wenn sich noch unbekannte Gruppen bei ihnen anmelden.

Immer wenn sie ein neues Programm vorbereiten, liegen ihnen mehr Angebote vor, als sie verarbeiten können. Oft gibt es dann auch Überraschungen. „Wir haben nie geglaubt, dass wir den wieder kriegen“, staunt Christiane Palm-Hoffmeister. Mit „Den“ meint sie Fabrizio Consoli, der wieder ein Stück mitreißendes Italien in die Wassermühle bringt. Als erfolgreicher musikalischer Poet tritt er meistens in großen Hallen auf – aber am 28. Februar auch in der Barrier Wassermühle.

Zum Programm-Auftakt gibt es dagegen eine zweifache Premiere. Am 19. Januar wird stets der Geburtstag des Barrier Dichters Heinrich Schmidt-Barrien in der Wassermühle gefeiert. An jedem dritten Sonntag im Monat veranstaltet der Förderverein „Historisches Wasserkraftwerk Barrien“ aber auch einen Mühlensonntag. In diesem Jahr fallen beide Termine auf den gleichen Tag, also wird gemeinsam gefeiert. Der Geschichtenerzähler Hans Meinen erzählt plattdeutsche Märchen für Kinder und Erwachsene, denn er meint: „Märchen sind kein Kinderkram“. Dazu gibt es Kuchen, Torte und Kaffee sowie auf Wunsch auch Führungen durch die Wassermühle – und das alles bei freiem Eintritt. Wegen der begrenzten Platzanzahl bitten die Veranstalter jedoch um Anmeldung.

Für alle Veranstaltungen gibt es in der Barrier Kreissparkasse und bei „Kunst & Kreativ“ Karten im Vorverkauf. Ganz neu in diesem Jahr: Für Schülerinnen und Schüler gibt es die Karten zum halben Preis.

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