Wie ein Mini-Praktikum

Knapp 400 Schüler absolvieren Berufsparcours an den BBS Syke

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Knapp 400 Schüler konnten beim Berufsparcours der BBS Syke in 20 handwerkliche Berufe reinschnuppern.

Syke - Von Michael Walter. Es geht ein bisschen zu wie im Bienenstock: Ein stetes Kommen und Gehen herrscht an der Mehrzweckhalle der Berufsbildenden Schulen (BBS), und drinnen summt und brummt es vor Geschäftigkeit.

Knapp 400 Jugendliche aus den achten bis zehnten Klassen von vier Schulen aus Syke, Leeste und Oldenburg absolvierten gestern den vierten Berufsparcours der BBS. In kurzen kompakten Einheiten konnten sie bei 14 Unternehmen in 20 verschiedene Berufe hineinschnuppern.

„Eine tolle Sache“, findet BBS-Leiter Horst Burghardt. Möglich gemacht haben diese tolle Sache die Agentur für Arbeit und der Rotary Club Syke, die sich die Kosten dafür teilen. Immerhin rund 6.000 Euro.

Die Organisation haben sie an das Technikzentrum Minden-Lübbecke übertragen, einen gemeinnützigen Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen. „Uns geht es dabei vor allem darum, den jungen Leuten Erkenntnisse über eigene Fähigkeiten und Talente zu vermitteln“, erklärt TZ-Geschäftsführerin Karin Ressel. Und dementsprechend ist der Berufsparcours auch aufgebaut.

Wie bei einem Mini-Praktikum testen die Schüler für ein Viertelstündchen eine für den jeweiligen Beruf typische Tätigkeit. Vom Sägen mit dem Fuchsschwanz über das Zusammennageln von Mini-Paletten bis zum Zusammenstellen eines Tabletts mit Brötchen und Kuchen.

Der Sinn: „90 Prozent der Jugendlichen können sich weder unter den Berufsbezeichnungen noch unter den Inhalten etwas vorstellen“, sagt Karin Ressel. „Deshalb bewerben sie sich gar nicht erst, obwohl sie vielleicht eine Begabung für den einen oder anderen Beruf haben. Also bringen wir Jugendliche und Unternehmen zusammen, um Berufe erlebbar und begreifbar zu machen.“

Das klappt augenscheinlich ganz gut. „Einige Schüler und Betriebe haben schon Verabredungen getroffen, noch einmal etwas intensiver zusammenzukommen“, weiß Ressel.

Auch Kerstin Lübbering von der Agentur für Arbeit bestätigt: „Diese andere Art der Berufsmesse hat sich bewährt. Die Jugendlichen können gleich ausprobieren. Kann ich das? Passt das zu mir? Gerade was Mädchen in technischen Berufen betrifft. Dieser Parcours vermittelt positive Erlebnisse. Und daraus wachsen Berufsentscheidungen.“

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