Augenärzte Volkert und Dehnhardt erweitern Praxisräume für neue Behandlungen

Mini-Augenklinik für Syke

Syke - Von Robin Grulke. 32 Prozent aller Menschen aus Industriestaaten, die im Alter über 50 erblinden, leiden an einer Netzhaut-Degeneration. Durch die Krankheit verliert der Punkt im Auge, an dem wir am besten sehen können, langsam seine Funktion. Bislang mussten Patienten größere Kliniken aufsuchen, um Sehschwäche und Erblindung aus dem Weg zu gehen. Ab Oktober sind bestimmte Behandlungen aber auch bei den Augenärzten Matthias Volkert und Frank Dehnhardt in Syke möglich.

Unter der Gemeinschaftspraxis der beiden Augenärzte an der Hauptstraße 4 laufen bereits die Umbauarbeiten. Wo bis Februar noch Tresore verkauft wurden, wollen Volkert und Dehnhardt in zwei bis drei Monaten schon die ersten Behandlungen vornehmen.

Diagnos und Behandlungen unter einem Dach

„Volkert hat letztes Jahr noch in einer Bremer Klinik mit Spritzen behandelt“, erzählt Dehnhardt. „Das wollen wir hier auch machen.“ Bislang mussten die beiden Ärzte Patienten, die diese Behandlung brauchten, an größere Kliniken abgeben, weil ihnen schlicht Platz und Ausrüstung fehlten. Mit der Erweiterung können sie in Zukunft Diagnostik und Behandlung räumlich trennen – und haben so für beides mehr Freiraum als zuvor.

Bei Augenärzten sei es üblich, Praxen in Konservativ und Operativ zu unterteilen, sagt Dehnhardt. In den meisten Fällen könnten sich Patienten nicht bei einem einzigen Arzt sowohl diagnostizieren als auch aufwendig behandeln lassen. Eine solche Trennung soll es in der Syker Praxis bald nicht mehr geben.

Große Kliniken sind überlastet

Das neue Angebot sei besonders für Patienten interessant, die bislang für Spritzenbehandlungen in größere Städte fahren mussten. Nachvollziehbar: Weite Entfernungen mit dem Auto zu fahren, wenn man eine degenerative Augenkrankheit hat und auf kontinuierliche Behandlung angewiesen ist, ist einfach keine gute Idee.

Nicht selten seien für eine solche Therapie mehr als 30 Sitzungen notwendig. „Die Kliniken sind davon überlastet“, sagt Dehnhardt. So sei es durchaus sinnvoll, die Behandlung auch in Syke anzubieten.

Auch Laser werden nach der Erweiterung ihren Platz in den Behandlungsräumen der Praxis haben. Nach-Star-Laser und einer für die Behandlung vom Grünen Star stehen bereits seit drei Monaten in der Praxis bereit, um in die neuen Räume übernommen zu werden.

Die beiden Syker Ärzte wollen ebenfalls den Bundesverband Glaukom-Selbsthilfe mit einbeziehen. Der Verband bietet autogenes Training als Therapieergänzung für Patienten mit Netzhautdegeneration an und will das künftig auch in Syke tun.

Rubriklistenbild: © dpa

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