Merci für den Abend

Trio Melisande bescheren wunderbaren Abschluss für Gartenkultur-Musikfestival

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Verstärkung für zwei Drittel Melisande: Joachm Brockers komplettierte die Formation, nachdem Frauke Gunbardhi-Dehning wegen eines Beinbruchs nicht auftreten konnte.

Wachendorf - Von Dieter Niederheide. Mit Werken französischer Komponisten begeisterte am Sonntagabend das Trio Melisande aus dem rustikalen Carport-Konzertsaal auf dem Landsitz Wachendorf heraus mehr als 200 Konzertbesucher. Es war ein mehr als gelungener Abschluss des Gartenkultur-Musikfestivals in Syke.

Dafür ein Merci an das Trio Melisande, benannt nach der Titelfigur der Oper „Pelleas & Melisande“ von Claude Debussy. Eva Pressl (Harfe) und Sigrun Busch (Flöte) mussten auf die Viola, Frauke Gunbardhi-Dehning, verzichten. Sie hatte einen Beinbruch erlitten und konnte in doppeltem Wortsinn nicht auftreten. Mit Diplom-Geiger Joachim Brockers (Bremen) wurde Melisande dann doch zum Trio. Gefühlvolle bis romantische, impressionistische und moderne Werke von sechs französischen Meistern aus verschiedenen Jahrhunderten kamen zu Gehör.

Mit einer Triosonate von Jean-Marie Leclair (1697-1764) leitete das Trio sein Konzert ein. Ein Hörerlebnis das Solo für Harfe von Gabriel Faure (1845-1924), das von Eva Pressl hoch konzentriert, aber mit einer nicht zu überhörbaren Freude am Spiel vorgetragen wurde. Das Stück gilt als ein Schatz im Repertoire für Harfen.

Stark musiziert ebenso das „Sicilienne“ von Faure, ein impressionistisches Stück mit außergewöhnlicher Tonfolge. Im ersten Konzertteil fein gespielt unter anderem die Petit Suite (Kleine Suite) von Andre Jolivet, vorgetragen von Eva Pressl, Joachim Brockes und Sigrun Busch, die unter anderem mit der Piccolo-Flöte glänzte.

Harmonisch und klangvoll

Der zweite Teil des Konzerts wurde mit dem Deux Interludes für Flöte, Viola und Harfe eröffnet – eine einfühlsame, klangvolle Melodie, eine Art Zwischenmusik, von Jacques Ibert (1890-1962) komponiert. Spanischen Charakter hatte das zweite Stück von Ibert, das Allegro vivo. Den Pavan pour enfante dafunte widmete Maurice Ravel (1875-1937) einer Gönnerin, in deren Salon er verkehrte. Am Programmende wurde Claude Debussy (1862 – 1918) aufgespielt, und zwar mit der Prelude aus der Suite bergamasque für Flöte und Harfe sowie einer Sonate für Flöte, Harfe und Viola.

Es war beeindruckend, wie harmonisch und klangvoll die Musikerinnen Sigrun Busch und Eva Pressl sowie Musiker Joachim Brockes mal als Trio, mal als Duett musizierten. Dank und Anerkennung galten Sabine Greulich und Rene Rameil, die nicht nur den Landsitz dafür zur Verfügung stellten, sondern mit Helfern auch die enorme Vorbereitungsarbeit leisteten und den Besuchern einen bei Kaffee und Kuchen sonnigen Kulturnachmittag bereiteten.

In einer Ansprache zur Pause wünschte Rameil den Freunden guter Musik einen vollen Genuss, der auch für die Seele gedacht sei. Angesichts der vielen Veranstaltungsangebote nehme er dankbar zur Kenntnis, dass so viele Gäste zum Landsitz kamen. Sein Dank galt der Stadt Syke für die Unterstützung. Schade nur, dass bei der letzten Veranstaltung des GartenKultur-Musikfestivals kein Vertreter der Stadt das herrliche musikalische Erlebnis mit genießen konnte. Es war keiner da.

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