Menschen mit Assistenzbedarf organisieren selbst ein Fest

„Wir wollten einfach mal Danke sagen“

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Sie organisieren das Herbstfest an der Schloßweide 12: Jessica Ahnemann, Philipp Willenborg, Nadine Kestner, Julian Bake und Andreas Frenken (von links nach rechts).

Syke - Von Michael Walter. Die Bewohner der Schloßweide 12 feiern am 13.September ihr Herbstfest. Das wäre an sich nichts Außergewöhnliches, wäre da nicht ein besonderer Aspekt: Die Anlage ist eine Einrichtung der Lebenshilfe. Dort wohnen Menschen, die im Alltag auf die Hilfe anderer angewiesen sind. „Menschen mit Assistenzbedarf“, wie es im Jargon heißt. Und die organisieren ihr Herbstfest jetzt selbst.

, erzählt Julian Bake vom Orga-Team, wie es dazu kam. „Bei den Pflegediensten, den Busdiensten – bei allen, die die Bewohner hier regelmäßig unterstützen. Und wie kann man das besser als mit einem großen Fest?“ Das soll nun am 13. September von 11 bis 18 Uhr steigen. „Einfach Tür auf, und los geht‘s“, sagt Bake.

Heißt: Einen festen Programmablauf soll es nicht geben. Dennoch ist die ganze Zeit im gesamten Haus was los. Ab 11 Uhr können die Besucher im Delcasy frühstücken, und auch danach gibt es dort Essen und Getränke. Nachmittags stellen sich die Tanzgruppen der Lebenshilfe vor.

Die Crazy Dancer beispielsweise haben an diesem Tag ein Heimspiel. Seit einem Jahr trifft sich die Gruppe regelmäßig einmal die Woche im Delcasy und trainiert Standard-Tänze. Zu Gast sind außerdem die Tanzgruppen Vergissmeinnicht von der Lebenshilfe aus Weyhe und die Tanzgruppe der Delmewerkstätten Bassum.

Die Abteilung Frühe Hilfen bietet Spaß und Unterhaltung für Kinder, und während des gesamten Festtags soll ein großer Flohmarkt Besucher anziehen.

Der Flohmarkt war es übrigens, der diesen Stein erst ins Rollen gebracht hat. Nadine Kestner hatte die Idee dazu bei einem ersten Treffen des Orga-Teams vorgeschlagen. Ihre Mitstreiter Julian Bake, Andreas Frenken, Philipp Willenborg und Jessica Ahnemann griffen die Idee nicht nur auf, sondern entwickelten sie weiter. „Das ist geradezu explodiert“, erzählt Willenborg mit leuchtenden Augen. „Dies könnte man noch machen, und das könnte man noch machen.“ Und sie haben gemacht. Immer in Rücksprache mit der Hausleitung und deren voller Unterstützung.

„Wir freuen uns auf viele Gäste – ob mit oder ohne Behinderung“, sagt Julian Bake. „Der Besuch lohnt sich auch bei schlechtem Wetter.“

Der Flohmarkt ist übrigens offen für alle. Wer etwas verkaufen möchte, ist willkommen. „Das Gebäude ist groß, wir haben viel Platz und es kostet keine Standgebühren“, heißt es aus dem Orga-Team. „Nur Tische muss man selbst mitbringen.“

Ansprechpartnerin dafür ist Regine Klawitter von der Hausleitung unter 04242/ 5747836 oder unter 0152/ 31740304.

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