Meinungen über den Europagarten reichen von idyllischer Park bis Hundeklo

„Gute Idee, aber komische Umsetzung“

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André Hechemer

Und Tobias Kortas - Von Lena Bolt. Zehn Jahre alt wird er im Dezember, der Europagarten zwischen Innenstadt und Hachepark. Doch wissen die Syker über die Bedeutung des Gartens Bescheid? Was denken sie über ihn? Wir haben mal gefragt.

André Hechemer hat eine ziemlich genaue Idee davon, wofür der Park steht. „Ich denke, dass er den Zusammenschluss Europas zeigen und Einheit widerspiegeln soll“, sagt der junge Mann. Diese Idee gefalle ihm. Doch die Umsetzung sei „komisch“. Auch der Vandalismus störe ihn, vor allem die vielen Graffiti. „Leider wird der Park von der Bevölkerung nicht gewürdigt“, glaubt Hechemer.

Für Margret und Harry Noack ist der Europagarten alles andere als ein Unbekannter. Im Hachepark, dessen letztes Überbleibsel der Europagarten ist, gehen die beiden schon seit 20 Jahren spazieren. Sonderlich begeistert sind sie aber nicht. „Bei Regen steht das Wasser direkt auf dem Weg. Wir können oft gar nicht nebeneinander gehen“, beklagt sich Margret Noack. Sie habe sogar schon die Bürgermeisterin deswegen angeschrieben. Ein Mitarbeiter der Stadt hätte sich daraufhin bei Margret Noack gemeldet. Doch Veränderungen hat das Ehepaar seitdem noch keine wahrgenommen.

Gerda Meyer hat ebenfalls keinen positiven Eindruck von dem Park. „Es ist nicht gerade schön dort. Ich nenne ihn den Hundegarten, weil die Hunde dort auf die Wiesen machen“, erklärt Meyer. Sie merke jedoch, dass dort immer wieder etwas Neues gebaut werde. „Doch unter den Namen Europagarten kenne ich den Park gar nicht.“

Darüber dass Leute mit Steinen werfen würden und dort oft Müll liege, beklagt sich Jan-Harm Uneken. „Einmal bin ich dort langgegangen und habe sogar gesehen, wie sechs oder sieben Fahrräder aus dem See gezogen wurden. Das macht mich traurig“, sagt er. Nichtsdestotrotz kenne er die Bedeutung des Gartens, der ihm auch gefalle.

„Den Park finde ich idyllisch. Besonders im Sommer ist es sehr schön hier“, erzählt Verena-Loreen Wätjen. Bei gutem Wetter sitze sie häufig gemeinsam mit ihrer Freundin Janine Körber dort. Das Sternenlabyrinth-Spiel neben der roten Säule hätte sie schon ausprobiert, fände aber die Erklärungen oft zu kompliziert, berichtet Körber. Als störend empfinden beide die matschigen Wiesen bei Regen. Die genaue Bedeutung des Parks kennen sie nicht.

Auf Veranstaltungen war Yasmin Darweche bereits im Garten und beschreibt die gute Atmosphäre mit vielen Ständen und Kinderschminken. „Optisch ansprechend ist der Garten aber trotzdem nicht. Ich würde da mehr draus machen“, so die junge Frau. Vorschläge? „Mehr Aktivitäten wären gut. Deswegen wünsche ich mir mehr Spielplätze“, erklärt sie. Der Park müsse auffälliger werden.

Ute Rzodeczko verbindet mit dem Park positive Erlebnisse: Sie war dort schon häufiger auf Konzerten und hat die sehr genossen. Welche Bedeutung der Europagarten nun genau hat, wisse sie aber nicht. Auch Freundin Ute Böder kann mit der Symbolik des Parks wenig anfangen. „Schön finde ich den Garten nicht“, so Böder. Ihre Freundin Ute Rzodeczko erwidert daraufhin: „Im Sommer sei der Garten mit den vielen Blüten sehr schön.“

Einen positiven Eindruck vom Garten hat Hildegard Bensch. „Mir gefällt es, wenn es in der Stadt Spielplätze gibt. Ich war schon ein paar Mal mit meinen Ur-Enkeln hier.“ Vor allem im Sommer sehe der Park gut aus.

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