Anlieger sind für Radwege zuständig

Mehr Syker müssen selbst streuen

Syke - Von Frank Jaursch. Der Winter naht – auch in Syke. Der örtliche Bauhof ist bereit für sinkende Temperaturen, in den Silos liegen 90 Tonnen Streusalz und 26 Tonnen Sole bereit.

In diesem Jahr werden sich aber mehr Syker darauf einstellen müssen, selbst in Sachen Winterdienst aktiv zu werden. Darauf hat am Dienstag Lars Brunßen vom Bauamt hingewiesen.

Es geht um Radwege auf einer Länge von insgesamt rund neun Kilometern. Die dortigen Anwohner sind in der Vergangenheit in den Genuss einer „Goodwill“-Aktion der Straßenmeisterei Bruchhausen-Vilsen gekommen. Die ist für die Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zuständig. Allerdings nur außerhalb der Ortschaften; im Ort fällt die Zuständigkeit in den Bereich der Stadt. Die überträgt ihrerseits per Satzung bestimmte Aufgaben der Straßenreinigung auf die Eigentümer der anliegenden Grundstücke.

Bislang ließen die Streufahrzeuge aus Bruchhausen-Vilsen die Streufunktion auf ihrer Fahrt auch in den Ortschaften aktiv – zum Glück für die Anwohner (und die Radfahrer). Damit ist in diesem Winter Schluss.

Leerßer und Schnepker Straße betroffen

Andine Sieling, Leiterin der Straßenmeisterei, erläutert den Grund für diese Veränderung: „Wir sind immer weniger Leute und werden immer mehr kontrolliert.“ In den neuen Fahrzeugen wird per GPS kontrolliert, wann wo gestreut wird. Und die Fahrer sind angehalten, nur dort zu streuen, wo sie auch dazu verpflichtet sind. Also nicht in den Ortschaften. „Aus diesem Grund hören wir an den Ortstafeln damit auf.“

Das betrifft viele kurze Teilstücke von zum Teil nur wenigen hundert Metern, aber auch einige längere Strecken: die Leerßer Straße zum Beispiel, einen Teil der Schloßweide oder auch die Schnepker Straße.

Die Stadt hat die betroffenen Anwohner mithilfe von Handzetteln in den Briefkästen informiert. Brunßen hofft auf die Mithilfe der Bürger – „es geht um die Sicherheit aller“. Natürlich weiß auch er, dass sich viele Syker einen besseren Winterdienst wünschen. Doch das Bauamt stößt hier an seine Grenzen. „Was sich die Leute wünschen, übertrifft leider bei Weitem das, was wir zu leisten im Stande sind.“

Rubriklistenbild: © dpa

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