49 Hobbykünstler zeigen ihre Schätze auf der Ausstellung in Barrien / Viele neue Gesichter dabei

Wo Meerjungfrauen auf „Boomerang-Bären“ treffen

„Hauptsache rund“ heißt es am Stand von Gaby Stelling-Brand. Foto: Jantje Ehlers

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Viele neue Gesichter, zahlreiche alte Bekannte und ein Abschied von einem Urgestein – all das bot die 29.  Barrier Hobbyausstellung. Der langjährige Organisator, Hermann Nutsch, nutzte die Eröffnung am Sonntag, um sich bei ganz vielen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung zu bedanken. Sein Dank galt Losverkäuferinnen, DRK-Kaffeetanten, den Spendern von Tombolapreisen, und er vergaß auch nicht den Hausmeister der Barrier Grundschule, Andreas Brüning, der die Räumlichkeiten für die Ausstellung hergerichtet hatte und dafür sorgt, dass darin heute wieder unterrichtet werden kann.

Schulleiter Björn Scheer freute sich über die Spende, die der Schule im vorigen Jahr nach der Ausstellung übergeben wurde. In diesem Jahr soll mit dem Geld der Kauf einer neuen Trinkwasseranlage finanziert werden. Dazu werde auch der Ortsrat beitragen, versprach Ortsbürgermeister Manfred Nienaber. „Ohne Hermann geht hier nichts. So, wie früher nichts ohne Walter Huntemann ging“, lobte der Ortsbürgermeister auch seinen Vor-Vorgänger, der von Beginn an Schirmherr der Ausstellung ist.

Huntemann erinnerte an die ersten Hobby-Ausstellungen, die vor 29 Jahren ganz klein begonnen hatten und hofft, dass es sie noch lange geben wird.

Insgesamt beteiligten sich 49 Hobbykünstler an der Schau. Einige waren zum ersten Mal in Barrien und lobten das Ambiente, das angenehme Miteinander unter den Ausstellern und den sehr guten Besuch.

Zum ersten Mal war die Fotografin Wiebke Heye dabei, die Tiere-, Insel- und Jahreszeitenkalender mitgebracht hatte, und Foto-Shootings mit Hunden, Katzen und Pferden anbot. Jetzt weiß man auch in Barrien, was „Jackenhüter“ sind, denn die führte Nicole Behrendt aus Scheeßel vor und verkaufte sie auch. Traute Röhrig aus Bremen stellte handbemaltes und spülmaschinenfestes Porzellan vor. Sie bot den Besuchern an, deren Porzellan-Geschirr mit jedem gewünschten Motiv zu bemalen – allerdings als Auftragsarbeit für die kommenden Wochen.

Mit ihren Nanas, zahlreichen Kugelfischen, Eulen, Pinguinen und Meerjungfrauen – „Hauptsache rund“ – ist Gaby Stelling-Brand aus Stuhr auf zahlreichen Ausstellungen vertreten, aber in Barrien war sie zum ersten Mal und fühlte sich dort wohl.

Ina Grünig aus Syke zeigte, wie Nadelfilzen geht und wie unter ihren geschickten Händen „Boomerang-Bären“ entstehen. Erwin Hohloch schnitzte wieder kleine Holzfiguren und Fred Hollwedel zeigte, wie am 3D-Drucker Gegenstände geschaffen werden und im Laserdruckverfahren Gravuren entstehen. Kerstin Flader, die Vorgängerin von Hermann Nutsch, hat sich umgestellt. Ihre selbst gefertigten Schmuckstücke hat sie verkauft. Jetzt stellt sie aus alten Gardinen Kuschelnetze für Obst und Gemüse her.

Sehr viel Neues also, aber auch die guten alten Bekannten waren wieder dabei: Die Handarbeitsgruppe des Kreisaltersheimes, das Ristedter „Stübchen“, Christa Bohlmann aus Bassum, André Ahrens mit Papierkunst, Hermann Nutsch, der Holzartikel gedrechselt hatte, und viele andere. Sabine Lukaschewsky wird in ihr Glückwunschkarten-Sortiment jetzt auch Radballspieler aufnehmen, denn Radsportspartenleiter Klaus Nienaber hat bei ihr für das nächste Turnier einen Satz derartiger Karten bestellt.

Werner Neumann ist schon seit den Anfangsjahren dabei. Viele Jahre lang hat er Dekoratives aus Metall hergestellt. Aber er verabschiedete sich am Sonntag, denn es sollte seine letzte Ausstellung gewesen sein. „Nächstes Jahr möchte ich auch mal nur zum Gucken durch diese Ausstellung laufen.“ Das ist jedenfalls sein Plan.

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