Beeindruckende Alpen-Impressionen 

Maximilian Pank und der volle Einsatz fürs perfekte Foto

Der skeptische Blick von Maximilian Pank ist gänzlich unbegründet: Seine stimmungsvollen fotografischen Farbspiele – etwa der Sonnenuntergang über dem Nebel bei Füssen – kommen im großen Format glänzend zur Geltung. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. Kamera rausholen, Auslöser drücken, fertig ist das Foto. Was für die meisten von uns in ein paar Sekunden erledigt ist, kann bei Maximilian Pank schon mal Stunden dauern, Tage – oder auch Monate. Die Ergebnisse seiner Hartnäckigkeit allerdings lassen den Betrachter dann schon mal mit vor Staunen offenem Mund dastehen. Seit kurzem stellt der 29-Jährige seine Werke in der Kreissparkasse aus.

Den gesamten Alpen-Bereich hat Pank in den vergangenen Jahren bereist, stets auf der Suche nach dem richtigen Motiv und dem richtigen Moment. Knapp 40 Impressionen sind jetzt im KSK-Erdgeschoss zu sehen. Jedes einzelne ist ein kleines Meisterwerk, und zu fast jedem hat Pank eine Geschichte zu erzählen.

Seine Kindheit hat er in Syke verbracht. Doch schon mit sechs Jahren war für den kleinen Maximilian klar: „Irgendwann wohn’ ich in Bayern.“ Seine Eltern waren an diesem frühzeitigen Lebensplan nicht ganz unschuldig: „Mein Vater hat mich als kleinen Jungen schon immer zum Bergwandern mitgenommen“, so Pank schmunzelnd.

Seinen Kindheitstraum hat er vor sechs Jahren in die Tat umgesetzt, er wohnt jetzt im oberbayrischen Landkreis Freising. Von dort aus macht er sich regelmäßig auf den Weg, um die Vielfalt der Landschaft mit seiner Canon festzuhalten. Er will „den Augenblick als besonderen Moment herausheben und ihm Bedeutung verleihen“, sagt Pank.

Bei Wind und Wetter 

Dabei lässt er sich auch von widrigen Begleitumständen nicht stoppen. Denn manche Aufnahmen sind eben nur möglich, wenn man seine Comfort Zone verlässt. Wie die Fotos vom Sonnenuntergang bei Füssen, bei dem die ganze Stadt unter einer tiefliegenden Wolkendecke verschwunden ist. „Da hab ich oben bei minus 10 Grad im Zelt gewartet“, erinnert sich Pank.

Ein anderes Foto zeigt den Tauglbach in Österreich: Das Gewässer schlängelt sich durch enge Schluchten und liefert spektakuläre Bilder. Für eine besondere Perspektive muss man sich schon mal abseilen und im Neopren-Anzug mitten im eiskalten Wasser stehen. Andernorts gelang Pank eine „fotografische Erstbegehung“ – er fand ein Motiv, das offenbar noch kein anderer Fotograf vor ihm entdeckt und ein Foto davon veröffentlicht hatte.

Fotos werden genau geplant 

Das richtige Motiv und der richtige Zeitpunkt: Um beides zu finden, ist auch ein enormes Maß an Hintergrundarbeit nötig, sagt Pank. „90 Prozent der Arbeit ist Recherche.“ Orte googlen, den Wetterbericht studieren, die richtige Perspektive finden. Und dann, wenn man Pech hat, nach stundenlanger Fahrt erkennen: Heute wird’s nichts mit dem Bild.

Das legendäre Schloss Neuschwanstein ist so ein Motiv, an dem sich Maximilian Pank bislang die Zähne ausgebissen hat. Er möchte das Schloss gern halb im Nebel versunken aufnehmen. „Sieben, acht Mal war ich schon da. Bislang ist es nichts geworden.“ Aber im Gespräch mit ihm wird schnell klar, dass Pank nicht vorhat, diese Idee so schnell aufzugeben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Februar in der KSK zu sehen.

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