100 Gramm Rauschgift gebunkert

Geldstrafe für Syker Drogendealerin gefordert

Syke - Polizeibeamte wissen, wo sie nach Drogen suchen müssen: Zumindest traf das auf eine Wohnungsdurchsuchung im Dezember vorigen Jahres bei einer Sykerin (30) zu. Die Beamten stellten insgesamt über 100 Gramm Marihuana sicher. Knapp elf Gramm davon waren unter einer Matratze versteckt.

Sichergestellt wurden zudem 560 Euro, die aus dem Verkauf von Marihuana stammten. Auch ein Handy nahmen die Beamten mit. Jetzt hatte sich die bisher unbestrafte Sykerin wegen des unerlaubten Handels und des Besitzes von Drogen vor dem Strafrichter des Amtsgerichts Syke zu verantworten.

Aufgrund der bisher „weißen Weste“ nur Geldstrafe gefordert

Die Angeklagte räumte die Vorwürfe des Oberstaatsanwaltes ein und gab zu, vor einem Jahr an einen Konsumenten in Syke in zwei Fällen rund fünf Gramm Marihuana für 50 Euro verkauft zu haben. Sie gestand weiter, dass die sichergestellte Menge an Marihuana nicht nur zum Eigenkonsum, sondern auch für den Weiterverkauf bestimmt war.

Sie räumte ein, dass die sichergestellten 560 Euro aus Drogengeschäften stammten. Seit dem Tag des Polizeieinsatzes in ihrer Wohnung sei sie aus eigenen Kräften drogenfrei. Mit dem Verkauf des Marihuanas habe sie ihren Konsum finanziert.

Der Oberstaatsanwalt machte ihr deutlich: „Drogenverkauf ist kein Kavaliersdelikt.“ Er forderte angesichts der bisher „weißen Weste“ der Angeklagten und ihres Minimaleinkommens eine Geldstrafe von 480 Euro (60 Tagessätze zu je acht Euro). Damit war auch der Verteidiger der Angeklagten einverstanden. Immerhin hat die Sykerin ihr Handy und die 560 Euro verloren.

Der Strafrichter verurteilte die Frau zu der vom Staatsanwalt beantragten Geldstrafe und ordnete die Einziehung des Geldes und des Handys an – die Sykerin hatte zuvor freiwillig auf die Herausgabe verzichtet. Vernichtet werden nicht zuletzt auch die sichergestellten Drogen, deren Verkaufswert bei rund 1000 Euro gelegen haben dürfte.

nie

Rubriklistenbild: © dpa

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