Kreismuseum 

Ausstellung „Der Weg zur eigenen Identifikation“

Hans Eisermann zeigt eine Auswahl seiner Werke im Kreismuseum. Dabei präsentiert er sich als ein stilistisch wie technisch sehr vielseitiger Künstler. - Foto: Jantje Ehlers
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Hans Eisermann zeigt eine Auswahl seiner Werke im Kreismuseum. Dabei präsentiert er sich als ein stilistisch wie technisch sehr vielseitiger Künstler. 

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Kreismuseumsleiter Dr. Ralf Vogeding fühlte sich an gute alte Zeiten erinnert: Rappelvoll war es bei der Ausstellungs-Eröffnung „Der Weg zur eigenen Identifikation“ mit Werken des Malers und Grafikers Hans Eisermann. Es sei aber auch eine besondere Ausstellung eines besonderen Künstlers.

Eisermann wurde in Batavia geboren – so hieß das heutige Jakarta bis 1962, als Indonesion noch die Kolonie Niederländisch Indien war. Von 1955 bis 1959 studierte er in Bremen Grafik, arbeitete in Verlagen, machte sich 1976 mit einer eigenen Agentur selbständig und entwarf und konzipierte großformatige Auftragsarbeiten. Parallel dazu habe er aber immer „die andere Facette“ seiner künstlerischen Begabung gepflegt.

Die Einführung in das Werk Hans Eisermanns übernahm dessen Sohn Markus Eisermann. Sein Vater wäre gern freier Künstler geworden, doch er habe Grafik und Design studiert, um den Lebensunterhalt für seine Familie zu verdienen. In der Familie habe Kunst zum Alltag gehört, er habe durch seinen Vater früh gelernt, sich mit Kunst auseinanderzusetzen.

Vor allem habe er gelernt, dass trotz der unterschiedlichen Maltechniken und verschiedenen Stile auf den Bildern seines Vaters mehr zu sehen ist, als darauf abgebildet erscheint. „Ich habe gelernt, die Bilder mit dem Herzen zu sehen“, so Eisermann Junior. „Dann drängen sich Gefühle, Emotionen auf, manchmal still, manchmal schreiend laut“.

Es bleibe dem Betrachter überlassen, einen eigenen Zugang zu den Bildern und eigene Interpretationen zu finden. „Nicht denken – fühlen. Dann gehören die Bilder ihnen allein“.

Hans Eisermann bedankte sich bei Museumsleiter Vogeding für die Chance, „in diesem schönen Ambiente“ ausstellen zu dürfen und bei seinem Sohn für die Laudatio: „Da hat mich einer ganz und gar verstanden“.

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung überraschte neben der künstlerischen Ausdrucksform tatsächlich die Vielfalt der Stile, Motive und Techniken. Neben heiteren Urlaubsrinnerungen in aquarellierten Stiftzeichnungen hängen in Öl gemalte impressionistische Darstellungen wie der „Schafstall in Hölingen“, Linolschnitte und Walzengrafiken, aber auch ein- und ausdrucksvolle Darstellungen wie „Fracking“ oder „11. September“ in Acryl-Struktur.

Die Werke tragen ganz bewusst keine Jahreszahlen. Damit verbindet der Maler den „Arbeitsauftrag“ an die Betrachter, diese selbst zu bestimmen um daraus Rückschlüsse über verschiedene Phasen seines Schaffens zu ziehen.

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