Management kündigt Vertrag mit Aushängeschild Ralph McLean

Golf Club Syke trennt sich von seinem Otto Rehhagel

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Ralph McLean

Syke - Von Michael Walter. Der Golf Club Syke und Ralph McLean gehen zukünftig getrennte Wege: Das Club-Management hat den Vertrag mit seinem bekanntesten Trainer zum Jahresende gekündigt.

Ralph McLean ist beim Golf Club Syke das, was Thomas Schaaf und vor ihm Otto Rehhagel bei Werder Bremen gewesen sind: Aushängeschild, Trainer-Ikone und Identifikationsfigur. Seit 1990 ist der gebürtige Schotte in Okel als „Head-Pro“ engagiert, hat den Club mit aufgebaut und 25 Jahre lang wesentlich geprägt.

McLean selbst hat auf unsere Bitte um eine Stellungnahme bisher nicht reagiert. Club-Präsident Caspar Willich betont indes, man trenne sich keineswegs im Streit. Ralph McLean sei „ein hervorragender Golfer und ein sehr guter Lehrer“. Jedoch habe sich der Vorstand angesichts der bevorstehenden strukturellen Veränderungen des Vereins gegen eine weitere Zusammenarbeit entschieden. Soll heißen: Der Club-Vorstand glaubt, McLean passe nicht ins neue Konzept.

Das sieht im Prinzip vor, den Club auf noch breitere Beine zu stellen. „Auf der einen Seite sind wir ein Sportverein mit 1450 Mitgliedern“, sagt Willich, „auf der anderen Seite aber irgendwo auch ein Wirtschaftsunternehmen, und die Konkurrenz ist groß. Wir wollen attraktiver werden und müssen uns dazu verändern.“

Zum Beispiel, indem der Verein Golf als Schulsport anbietet und in bestimmten Bereichen die Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen intensiviert. Etwa um neue Marketing-Strategien zu entwickeln und dadurch neue Mitglieder zu werben.

Ein weiterer Gedanke ist die Ausweitung des Dienstleistungs-Sektors. Willich gibt ein Beispiel: „Für junge Eltern scheidet Golfspielen praktisch aus. Nicht aber, wenn wir ihnen eine Kinderbetreuung bieten könnten.“

Insbesondere von Golf als Schulsport verspricht sich Caspar Willich viel. Damit der Verein regulären Unterricht anbieten darf, hat er gerade eine Stelle für einen Diplom-Golflehrer ausgeschrieben. „Der wäre dann fest beim Club angestellt“, sagt Willich. „Im Gegensatz dazu waren unsere Profi-Trainer bisher immer selbstständige Unternehmer, mit denen der Club Verträge geschlossen hat. Auch Ralph McLean war nie Angestellter des Clubs, sondern immer selbstständiger Golf-Profi.“

Werder-Fan Willich greift selbst zum Vergleich mit dem Fußball: „Thomas Schaaf und Otto Rehhagel haben unheimlich viel für Werder erreicht. Aber jedes Ding hat seine Zeit und erschöpft sich irgendwann einmal. Dann ist die Luft raus und es läuft nicht mehr so gut, und dann muss man neue Wege gehen. Und genau das machen wir jetzt.“

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