Malerei, so vielfältig wie Lebenswünsche

Ingeborg Müller stellt im Café Alte Posthalterei aus

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Ingeborg Müller stellt ihre Bilder in Syke aus.

Syke - Gemälde mit Öl, Acryl, Pastellkreide, Bleistift und auch Aquarelle. Die Kunst-Palette der Verdener Malerin Ingeborg Müller ist breit. Unter ihren Bildern finden sich Landschaftsmalereien, aber auch minimalistische moderne Bleistiftzeichnungen. Mit rund 50 ihrer Werke macht die Künstlerin nun halt in Syke. Ab sofort können sich Interessierte im Café Alte Posthalterei an der Waldstraße 3 selbst ein Bild von den Kunstwerken der Verdenerin machen.

Genau so wie es für das selbst ernannte Kultur-Café nichts Neues ist, eine Malerin in die Hachestadt zu holen, ist es auch für Ingeborg Müller nicht das erste Mal, dass sie ihre Bilder öffentlich vorstellt. Bereits ihre 55. oder 56. Ausstellung sei das nun, berichtet die 80-Jährige. Bei Stationen in Sulingen, Verden und im Bremer Umland konnten Kunstbegeisterte bereits in ihre Werke eintauchen. Auch in Syke hat Müller schon ausgestellt.

Vor rund fünf Jahren zeigte sie mit zwei befreundeten Künstlern die Ausstellung „Von der Aller bis zum Meer“ im Kreismuseum. Den Ort wählten sie damals nicht ohne Grund. Viele Jahr half die junggebliebene Rentnerin in dem Museum ehrenamtlich aus. Damals noch mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann. Dann widmete sie sich vollends der Kunst, belegte Seminare und trat Mal-Gruppen bei. Seit 2006 bestimmt das Hobby, welches sie schon als Kind begeisterte, nun ihr Leben.

Bei der Ausstellung im Kreismuseum war es auch, als Henning Greve auf die Künstlerin aufmerksam wurde. Er nennt sich selbst die „Jury“ des Cafés Alte Posthalterei und ist für die Akquise der Aussteller zuständig. Vielen dürfte Greve auch als Künstler, Naturschützer oder seit Kurzem auch Lokalpolitiker bekannt sein. Als er die Bilder von Müller sah, habe er sie gleich gefragt, ob sie nicht auch im Café ausstellen möchte.

So kommt es, dass Ingeborg Müller an einem Montagvormittag ihre Bilder in der Alten Posthalterei vorsichtig auspackt und an die Wände hängt. Zwangsläufig taucht hier schnell eine Frage auf: Was macht die Gemälde der Verdenerin so besonders? Da zögert sie auf Nachfrage ein wenig. Sie sei sich auf jeden Fall sicher, dass man unter den Bildern verschiedener Künstler ihre eigenen ausmachen könnte, da sie durchaus eine „eigene Handschrift“ habe. Und woher nimmt sie ihre Inspirationen? Überall aus dem Leben, gibt Müller an. Ihre Malerei sei „so vielfältig wie Lebenswünsche“. Ein bunter Blumenstrauß.

Und auch, wenn man es vermuten könnte, wenn man es erfährt: Müller zieht bisher keine Inspirationen aus ihrem zweiten Hobby. Neben dem Malen reist sie auch gerne. Neulich sei sie für drei Wochen in New York gewesen und habe dort eine wunderschöne Schifffahrt gemacht, schwärmt sie. Die Motive für ihre Bilder finde sie aber vor allem in ihrem Alltag und in den verschiedenen Jahreszeiten.

Wie das aussieht, können Interessierte bis Anfang April in der Alten Posthalterei bewundern. Am Sonntag steht Ingeborg Müller auch für Fragen vor Ort zur Verfügung.

Der neue Ausstellungsort ist der Verdenerin übrigens schon länger bekannt. Sie hat dort nicht nur schon ein paar Mal Kaffee getrunken. Die Alte Posthalterei ist auch das Elternhaus ihres verstorbenen Mannes. „Für mich ist das sehr emotional“, so Ingeborg Müller.  

ls

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