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Mahnwache für Tschernobyl und Fukushima

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Tschernobyl und Fukushima stehen als Synonym für die Grenzen menschlichen Handelns. Sie machen deutlich, dass es sichere Atomkraft nicht gibt. Bereits vor 34 Jahren explodierte ein Reaktor in Tschernobyl in der Urkaine und setzte große Mengen an Radioaktivität frei. Am 11. März 2011 führte ein Unwetter in Japan zu mehreren Unfällen im Kernkraftwerk Fukushima. Es kam zur Nuklearkatastophe, in deren Folgen heute noch weite Landstriche in der Umgebung als unbewohnbar gelten. In Deutschland führte diese Katastrophe zum energiepolitischen Umdenken. Die viel zitierte Energiewende wurde von der Bundesregierung ausgerufen. Das Syker Bündnis für Energie in Bürgerhand plante am Samstag anlässlich des neunten Jahrestages eine Mahnwache auf dem Wochenmarkt. Die aktuellen, durch ein neuartiges Virus bedingte Gesundheitsgefährdung, veranlasste die Organisatoren, diese geplante Menschenansammlung abzusagen. Am Veranstaltungsort fand sich dann zunächst nur eine gelbe Fahne mit der Aufschrift „Atomkraft nein danke“ und zwei Aufsteller mit Informationen zum japanischen Kernkraftunfall. Joachim Goll von der Initiative entzündete später einige Grableuchten, mit denen er der Opfer der Katastrophe gedachte. „Auch wenn bereits neun Jahre vergangen sind, warten viele Fragen im Zusammenhang mit der Katastrophe noch auf Antworten“, sagt er. „Allein die Frage der Entsorgung und des Endlagers ist weder in der Ukraine noch in Japan geklärt. Auch in Deutschland gibt es aktuell kein geeignetes Endlager für den Müll aus Atomkraftwerken“, stellt er fest. Für ihn ist die totale Abkehr von Atomenergie unabdingbar. Er fordert eine stärkere Dynamik im Prozess. Besucher des Wochenmarktes nahmen die kleine Demonstration allerdings kaum zur Kenntnis. Foto: jantje EHlers

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